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Lexikon · Produktion und Set

Drehplan

Der Drehplan legt fest, an welchem Tag, an welchem Ort und in welcher Reihenfolge die Szenen einer Produktion gedreht werden und wer jeweils gebraucht wird.

Der Drehplan ist die zeitliche Gesamtplanung einer Produktion: Er ordnet alle Szenen den Drehtagen zu, legt die Reihenfolge fest und zeigt, welche Darsteller, Räume und Teammitglieder an welchem Tag gebraucht werden. Bei Produktionen mit einem einzigen Drehtag fällt er mit dem Tagesablauf zusammen, bei mehrtägigen Projekten ist er ein eigenes Dokument.

Drehplan, Call Sheet und Shotlist

Die drei Dokumente bauen aufeinander auf. Der Drehplan deckt die ganze Produktion ab und entsteht früh. Aus ihm wird für jeden einzelnen Tag das Call Sheet erstellt, mit Adresse, Uhrzeiten und Ansprechpersonen. Die Shotlist schließlich zerlegt die Szenen in einzelne Einstellungen. Wer alle drei kennt, weiß, wann, wo und was gedreht wird.

Warum nicht chronologisch gedreht wird

Szenen werden selten in der Reihenfolge der späteren Handlung aufgenommen. Geplant wird nach Ort, Licht und Verfügbarkeit: Alles, was im selben Raum spielt, wird hintereinander gedreht, auch wenn es im fertigen Film weit auseinanderliegt. Szenen mit Tageslicht werden auf die passenden Stunden gelegt, Szenen mit vielen Beteiligten auf die Zeit, in der alle da sind.

Für dich bedeutet das, dass du an einem Tag möglicherweise zuerst das Ende und danach den Anfang einer Geschichte spielst. Garderobe und Maske wechseln entsprechend. Intime Szenen werden in gut geplanten Produktionen nicht ans Ende eines langen Tages gelegt, wenn alle erschöpft sind, sondern so, dass ausreichend Zeit und Ruhe bleibt.

Was der Plan für deine Termine bedeutet

Bei mehrtägigen Produktionen hängt an jedem Drehtag eine Reihe von Fristen. Das STI-Panel darf am Drehtag nur eine bestimmte Zahl von Tagen alt sein. Wer an mehreren Tagen mit Abstand dreht, braucht unter Umständen einen zweiten Test. Die Kosten dafür trägt die Produktion, die Terminplanung musst du selbst im Blick behalten. Welche Fristen gelten, steht im Beitrag Gesundheit am Set.

Ebenso wichtig ist die Frage, wie fest die Termine sind. Ein Drehplan kann sich verschieben, weil ein Raum ausfällt oder jemand erkrankt. Kurzfristige Verschiebungen betreffen dich direkt, wenn du dafür Urlaub genommen, eine Reise gebucht oder andere Aufträge abgesagt hast. Wie solche Ausfälle vergütet werden, gehört in den Vertrag.

Woran du einen brauchbaren Drehplan erkennst

  • Er nennt konkrete Daten und Orte statt vager Zeiträume.
  • Er weist für jeden Tag aus, welche Szenen mit dir geplant sind.
  • Er sieht Pausen und realistische Umbauzeiten vor, statt den Tag lückenlos zu füllen.
  • Er wird bei Änderungen als neue, datierte Fassung verschickt.

Frag bei jeder Buchung über mehrere Tage nach dem Gesamtplan, auch wenn du nur an einem Tag gebraucht wirst. Er zeigt dir, ob die Produktion durchdacht ist, und gibt dir die Grundlage, deine eigene Zeit verlässlich zu planen. Wie ein einzelner Drehtag abgerechnet wird, steht im entsprechenden Eintrag.

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