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Trans und nicht-binäre Darstellende: Jobs mit Respekt

Trans Darstellerin Jobs können Foto- und Videoproduktionen, Onlineformate oder Eventbegleitungen umfassen. Entscheidend ist nicht, ob du einer vorgegebenen Kategorie entsprichst, sondern ob eine konkrete Anfrage zu deinem Profil, deinen Grenzen und deinen Vorstellungen passt. Wir vermitteln ausschließlich volljährige Personen und klären Bedingungen vor einer Buchung möglichst eindeutig.

Welche Produktionen und Jobs kommen infrage?

Anfragen können aus unterschiedlichen Bereichen der Erotik- und Adultproduktion kommen. Dazu gehören Fotoaufnahmen, Videodrehs und Eventbegleitungen ohne sexuelle Handlungen. Auch Produktionen für digitale Angebote können passende Darstellende suchen, wobei Format, Veröffentlichung und Nutzungsrechte vorab verständlich benannt werden müssen.

Wir veröffentlichen keine erfundenen Angaben dazu, wie viele Anfragen speziell auf trans oder nicht-binäre Darstellende entfallen. Die tatsächliche Nachfrage kann nach Zeitraum, Format, gewünschter Besetzung und Produktionsort schwanken. Aktuelle Ausschreibungen findest du im Bereich Jobs für Darstellende.

Bei jeder Anfrage sollten mindestens folgende Punkte feststehen:

  • Art und Umfang der Produktion
  • Termin, Drehort und voraussichtliche Dauer
  • vorgesehene Inhalte und erforderliche Freigaben
  • Gage, Fahrtkosten und Zahlungsfrist
  • Veröffentlichungskanäle, Gebiet und Nutzungsdauer
  • Ansprechperson und Sicherheitsablauf am Set

Für Fotoproduktionen liegen die üblichen Gagen bei 250 bis 600 Euro je Drehtag, für Videoproduktionen bei 400 bis 1.200 Euro. Eventbegleitungen ohne sexuelle Handlungen werden mit 200 bis 500 Euro je Tag vergütet. Eine bestimmte Gage oder regelmäßige Buchungen können wir nicht garantieren.

Bewerbung und Zuordnung passender Anfragen

In deiner Bewerbung legst du selbst fest, welche Arten von Produktionen für dich infrage kommen. Dazu gehören Angaben zu deinen verfügbaren Formaten, deiner zeitlichen und räumlichen Flexibilität sowie deinen persönlichen Grenzen. Deine geschlechtliche Identität allein entscheidet nicht darüber, welche Anfrage passend ist.

Das ausführliche Bewerbungsformular enthält eine Ja-Nein-Vielleicht-Liste mit 87 Drehinhalten. Diese Liste wird Bestandteil der Vereinbarung und dient nicht dazu, dich zu möglichst vielen Freigaben zu bewegen. Ein „Nein“ bleibt ein „Nein“, und ein „Vielleicht“ erfordert eine konkrete erneute Abstimmung vor der Buchung.

Die Bewerbung als Darstellerin oder Darsteller, das Gespräch, ein mögliches Casting, die Vermittlung und die Vertragsprüfung sind für dich kostenlos. Produktionen zahlen bei einer Agenturvermittlung eine vorab schriftlich vereinbarte Provision. Von deiner Gage wird keine Provision einbehalten.

Auf eine Bewerbung antworten wir innerhalb von 48 Stunden, auch wenn aktuell keine passende Vermittlung möglich ist. Eine Absage ist keine Bewertung deiner Identität, deines Körpers oder deiner grundsätzlichen Eignung. Sie kann ebenso daran liegen, dass ein konkretes Gesuch nicht zu deinen Angaben oder Verfügbarkeiten passt.

Name, Pronomen und Künstlername richtig festhalten

Im Erstkontakt halten wir fest, mit welchem Namen und welchen Pronomen du angesprochen werden möchtest. Das gilt für E-Mails, Gespräche, Setkarten und die Kommunikation mit einer Produktion. Änderungen kannst du mitteilen, wenn sich deine Bezeichnung oder dein gewünschter Umgang damit ändert.

Ein Künstlername kann helfen, die öffentliche Tätigkeit vom privaten Alltag zu trennen. Er sollte in der Kommunikation eindeutig deinem Profil zugeordnet sein, ohne dass dein amtlicher Name gegenüber Außenstehenden erscheinen muss. Ob und wo ein amtlicher Name aus rechtlichen oder abrechnungsbezogenen Gründen erforderlich ist, sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden.

Für Casting und Dreh ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich. Ein Führerschein genügt nicht, und ohne gültiges Dokument findet weder ein Casting noch ein Dreh statt. Der Name im Ausweisdokument kann dabei vom gelebten Namen oder Künstlernamen abweichen.

Diese Abweichung darf nicht zum Anlass für abwertende Fragen, absichtliche Falschansprache oder eine Offenlegung gegenüber der Crew werden. Für die Zusammenarbeit muss nur bekannt sein, was organisatorisch und rechtlich tatsächlich benötigt wird. Ausweisdaten und private Angaben werden nicht ohne deine Zustimmung im Einzelfall weitergegeben und nicht an andere Agenturen übermittelt.

Grenzen schützen und Fetischisierung verhindern

Trans und nicht-binäre Darstellende dürfen nicht ohne Zustimmung auf einzelne Körpermerkmale oder eine stereotype Rolle reduziert werden. Eine Produktion muss offen benennen, warum sie dein Profil anfragt, welche Darstellung vorgesehen ist und wie das Material beworben werden soll. Erst danach kannst du informiert entscheiden, ob du das Angebot annehmen möchtest.

Die Grenzen-Liste erfasst nicht nur mögliche Drehinhalte. Auch die gewünschte Ansprache, erlaubte oder unerwünschte Körperbegriffe und Bezeichnungen für Rollen können vorab dokumentiert werden. Begriffe, die du ablehnst, sind nicht dadurch zulässig, dass sie angeblich für Vermarktung, Regie oder ein bestimmtes Publikum erforderlich seien.

Vor einer Zusage sollten insbesondere diese Fragen beantwortet sein:

  • Welche Pronomen und welcher Name werden am Set verwendet?
  • Welche Körperbegriffe sind erlaubt, welche ausgeschlossen?
  • Wie wird die Rolle in Titel, Beschreibung und Werbung bezeichnet?
  • Soll deine Identität ausdrücklich Teil der Vermarktung sein?
  • Welche Bilder, Szenen und Angaben werden veröffentlicht?
  • Welche Grenzen gelten auch für spontane Änderungen am Drehtag?

Was in deiner Ja-Nein-Vielleicht-Liste ausgeschlossen ist, wird nicht verlangt, auch nicht gegen einen Aufschlag. Neue Ideen am Set benötigen eine freiwillige und eindeutige Zustimmung; Schweigen oder Unsicherheit sind keine Freigabe. Weitere Hintergründe bietet der Beitrag Trans und nicht-binär im Erotikfilm.

Du darfst eine Situation jederzeit abbrechen. Erfolgt der Abbruch aus Sicherheitsgründen, bleibt die vereinbarte Tagesgage bestehen. Eine Produktion darf Zustimmung weder durch Zeitdruck noch mit Verweis auf bereits entstandene Kosten erzwingen.

Sicheres Casting und respektvolle Arbeit am Set

Ein Casting findet ausschließlich in einem Studio oder einer gebuchten Location statt, niemals in einer Privatwohnung. Es sind mindestens drei Personen anwesend, und du darfst ohne Voranmeldung eine Begleitperson mitbringen. Beim Casting gibt es keine sexuellen Handlungen.

Vor dem Termin solltest du wissen, wer anwesend ist, welche Aufnahmen geplant sind und ob überhaupt Probeaufnahmen entstehen. Eine Maske ist erlaubt, wenn du dein Gesicht nicht zeigen möchtest. Ebenso gehören eine eigene Dusche, ein Rückzugsraum und eine klare Ansprechperson zu den vorgesehenen Bedingungen.

Bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr gilt ausnahmslos Kondompflicht, unabhängig von Testergebnissen. Wenn für eine Produktion ein STI-Panel benötigt wird, darf es am Drehtag nicht älter als 14 bis 30 Tage sein; die Kosten trägt die Produktion. Weitere Regeln und Vorbereitungshinweise stehen auf unserer Seite zur Sicherheit bei Casting und Dreh.

Verpflegung und Fahrtkosten übernimmt die Produktion. Die Auszahlung der Gage erfolgt innerhalb von 14 Tagen per Überweisung und mit Abrechnung; eine Barzahlung ist nicht vorgesehen. Änderungen an Inhalt, Zeitplan oder Besetzung müssen transparent angesprochen werden, damit du erneut entscheiden kannst.

Diskretion, Datenlöschung und unabhängige Beratung

Deine Setkarte kann je nach gewünschter Sichtbarkeit unterschiedlich dargestellt werden. Weitere Bilder bleiben verschleiert und Kontaktdaten gesperrt, bis eine berechtigte Produktion den Kontakt freischaltet. Marker wie „Geprüft“, „Empfohlen“, „Sofort verfügbar“ oder „Neu“ beschreiben das Profil innerhalb der Plattform und ersetzen keine persönliche Abstimmung.

Ohne deine Zustimmung im Einzelfall geben wir deine Daten nicht weiter. Es erfolgt auch keine Weitergabe an andere Agenturen. Eine formlose E-Mail genügt, um die Löschung deiner Daten zu verlangen; sie erfolgt binnen sieben Tagen, und es wird kein Brief an deine Anschrift versendet.

Bei Diskriminierung, unerwünschtem Outing, psychischer Belastung oder Unsicherheit über einen Vertrag kann zusätzlich eine unabhängige Beratung sinnvoll sein. Je nach Anliegen kommen queere Beratungsstellen, Antidiskriminierungsberatung, psychosoziale Angebote sowie fachkundige Rechts- oder medizinische Beratung infrage. Du musst ein problematisches Verhalten nicht erst beweisen, bevor du dir Unterstützung suchst.

Eine seriöse Zusammenarbeit beginnt mit korrekter Ansprache, klaren Grenzen und vollständigen Informationen. Prüfe jede Anfrage danach, ob du dich mit Format, Team, Veröffentlichung und Bedingungen wohlfühlst. Eine Buchung ist nur dann passend, wenn deine Zustimmung freiwillig bleibt und sich auf die konkret vereinbarten Inhalte bezieht.

Hinweis: Dieser Text ordnet allgemein ein und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung.

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