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Häufige Fragen

Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden — beantwortet ohne Werbesprache.

Bewerbung und Auswahl

Kostet mich irgendetwas davon Geld?

Bewerbung, Gespräch, Casting, Vermittlung und die Vertragsprüfung vor deiner Unterschrift sind kostenlos. Von deiner Gage geht ebenfalls nichts ab: keine Provision, keine Vermittlungsgebühr, keine Bearbeitungspauschale. Bezahlt werden wir von der Produktion, die dich bucht. Wenn eine Agentur Geld für die Aufnahme in eine Kartei verlangt, für Pflichtfotos bei einem bestimmten Fotografen oder als Aufwandsentschädigung für das Casting, dann ist ihr Geschäft die Bewerbung und nicht die Vermittlung. In dem Fall zahlst du nichts und brichst den Kontakt ab.

Was muss ich für die Bewerbung vorbereiten?

Nichts, was du erst besorgen müsstest. Das Formular fragt Name, Geburtsdatum, Kontaktweg, Region und den Bereich ab, der dich interessiert. Kein Lebenslauf, keine Vorerfahrung, keine professionellen Aufnahmen. Fotos fragen wir erst nach, wenn es grundsätzlich passt, und dann reichen aktuelle Handybilder bei Tageslicht: einmal das Gesicht, einmal die ganze Person. Stark bearbeitete Studiobilder helfen weniger als ein ehrliches Foto, weil eine Produktion sehen will, wie du tatsächlich aussiehst. Nimm dir für das Freitextfeld zwei Minuten und schreib, was du dir vorstellst und was nicht. Das spart später eine ganze Gesprächsrunde.

Was passiert nach dem Absenden der Bewerbung, Schritt für Schritt?

Zuerst liest ein Mensch sie, keine Software. Innerhalb von 48 Stunden bekommst du eine Antwort per E-Mail, entweder eine Absage oder den Vorschlag für ein Gespräch, meist per Telefon oder Video. In diesem Gespräch klären wir Erwartungen, Verfügbarkeit, Grenzen und deine offenen Fragen; es dauert selten länger als eine halbe Stunde. Passt es für beide Seiten, schicken wir dir die Ja-Nein-Vielleicht-Liste und laden dich zu einem Casting ein. Erst danach gehen Angaben von dir an eine konkrete Produktion, und auch das nur, wenn du der einzelnen Anfrage zustimmst.

Wie schnell bekomme ich eine Antwort?

Innerhalb von 48 Stunden, auch bei einer Absage. Bewerbungen unbeantwortet liegen zu lassen halten wir für respektlos, gerade bei einem Schritt, der vielen schwerfällt. Wenn nach drei Tagen nichts angekommen ist, liegt das fast immer am Spam-Ordner oder an einem Tippfehler in der Mailadresse. Schreib uns in dem Fall einfach noch einmal. Wie lange es nach der ersten Antwort bis zu einer konkreten Anfrage dauert, ist eine andere Frage und hängt davon ab, was gerade besetzt wird.

Ich bin unsicher, ob ich überhaupt in Frage komme.

Das ist die häufigste Nachricht, die wir bekommen, und fast immer steckt dieselbe falsche Annahme dahinter: dass es einen bestimmten Typ gäbe, der gesucht wird. Produktionen besetzen sehr unterschiedlich. Anfragen jenseits der Standardvorstellung, also mehr Gewicht, mehr Lebensjahre, sichtbare Tattoos, Alltagsgesichter, sind regelmäßig schwerer zu besetzen und deshalb häufiger offen. Ehrlich bleibt trotzdem: Eine Zusage kann dir vorab niemand geben, und wir vermitteln nicht jede Bewerbung weiter. Die Beurteilung ist aber unsere Aufgabe, nicht deine.

Gibt es eine Altersgrenze nach oben?

Nein. Nach unten ist eine Zusammenarbeit ab 18 Jahren möglich, deshalb ist das Geburtsdatum im Formular ein Pflichtfeld und der Ausweis beim Casting nicht verhandelbar. Nach oben gibt es keine Grenze. Die Nachfrage nach Darstellerinnen und Darstellern über 35 wird von der Branche schlechter bedient als die nach Zwanzigjährigen, einfach weil sich in dieser Altersgruppe weniger Menschen bewerben.

Kann ich mich noch einmal bewerben, wenn ich eine Absage bekommen habe?

Ja, und das ist keine Höflichkeitsfloskel. Die meisten Absagen bedeuten nicht „nicht geeignet“, sondern „passt zu den Anfragen nicht, die gerade offen sind“. Wenn sich etwas ändert, also deine Verfügbarkeit, deine Region, dein Bereich oder deine Bereitschaft zu Gesichtsaufnahmen, melde dich wieder. Drei bis sechs Monate Abstand sind ein sinnvoller Richtwert. Erwähne in der neuen Nachricht kurz, dass du dich schon einmal beworben hast, das spart uns die Suche. Nur wenn wir dir ausdrücklich geschrieben haben, dass wir nicht zusammenarbeiten, bleibt es dabei. Auch das schreiben wir dann so hin.

Wie lange dauert es von der Bewerbung bis zum ersten Dreh?

Darauf gibt es keine ehrliche Standardantwort. Die Antwort auf die Bewerbung kommt innerhalb von 48 Stunden, Gespräch und Casting lassen sich meist innerhalb weniger Wochen terminieren. Wie lange es danach dauert, hängt allein daran, ob eine Produktion gerade jemanden mit deinem Profil sucht. Das können zwei Wochen sein oder mehrere Monate. Plane deshalb nicht mit dem Geld, bevor ein Termin schriftlich steht, und kündige nichts anderes. Wer dir eine feste Anzahl Drehs in Aussicht stellt, bevor du überhaupt gecastet bist, verkauft dir etwas.

Arbeitet ihr auch mit Männern, Paaren und trans Personen?

Ja, in allen drei Fällen. Ehrlich dazu gehört: Für Männer gibt es deutlich weniger Anfragen, und die Gagen liegen im unteren Teil der genannten Spannen, weil der Markt so aufgebaut ist. Paare werden vergleichsweise oft gesucht, müssen aber unabhängig voneinander zustimmen und jeweils eine eigene Grenzenliste ausfüllen. Einen gemeinsamen Vertrag über zwei Personen gibt es bei uns nicht. Für trans und nicht-binäre Bewerbungen gilt dasselbe Verfahren wie für alle anderen. Wir fragen im Gespräch, welche Bezeichnung du für dich willst, und geben genau diese weiter.

Muss ich in einer bestimmten Stadt wohnen?

Nein. Produktionen finden verteilt statt, mit Schwerpunkten in größeren Städten und im Umland von Studios. Deine Region entscheidet vor allem darüber, wie viele Anfragen ohne Übernachtung erreichbar sind. Auf dem Land zu wohnen heißt also nicht Absage, sondern längere Wege und weniger kurzfristige Anfragen. Gib im Formular an, wie weit du fahren würdest und ob eine Übernachtung für dich in Ordnung ist. Das ist für die Zuordnung wichtiger als die Postleitzahl.

Vermittelt ihr auch Fotoarbeit oder Webcam ohne Videodreh?

Ja. Fotoproduktionen sind ein eigener Bereich mit eigener Gage, und viele fangen dort an. Dazu kommt Eventbegleitung, die ohne sexuelle Handlungen stattfindet. Webcam funktioniert anders als alles andere: Dort gibt es keine Tagesgage, sondern eine Umsatzbeteiligung, und die Auszahlungsquoten der Plattformen liegen je nach Anbieter zwischen 25 und 90 Prozent. Im Klartext heißt das, dein Verdienst hängt an deiner eigenen Reichweite und kann in schwachen Wochen auch bei null liegen. Wer dir dort feste Beträge verspricht, verschweigt etwas.

Casting

Muss ich beim Casting sexuelle Handlungen zeigen?

Nein. Ein Casting ohne sexuelle Handlungen ist bei uns nicht die Ausnahme, sondern die Regel, und zwar ausnahmslos. Es besteht aus einem Gespräch, einer kurzen Filmaufnahme, in der du dich selbst vorstellst und ein paar Fragen beantwortest, und einigen Standbildern. Mehr braucht eine Produktion nicht, um zu beurteilen, wie du vor der Kamera wirkst. Wenn irgendwo verlangt wird, dass du beim Casting etwas zeigst oder mit jemandem etwas machst, ist das kein Casting, sondern ein unbezahlter Dreh. Das ist eines der zuverlässigsten Erkennungsmerkmale für unseriöse Anbieter.

Wo findet das Casting statt?

In einem Studio oder einer dafür gebuchten Location, nie in einer Privatwohnung und nie in einem Hotelzimmer. Vor Ort sind mindestens drei Personen anwesend, du bist zu keinem Zeitpunkt mit einer einzelnen Person allein. Die Adresse bekommst du vorher schriftlich, zusammen mit den Namen der Menschen, die da sein werden. Eine Begleitperson darfst du ohne Voranmeldung mitbringen und musst sie nicht begründen. Wenn eine Adresse erst kurz vorher genannt wird oder sich als Wohnung herausstellt, fährst du nicht hin, unabhängig davon, wer eingeladen hat.

Was muss ich mitbringen?

Personalausweis oder Reisepass. Etwas anderes wird nicht akzeptiert, auch kein Führerschein und kein Foto des Dokuments auf dem Handy, weil das Alter für jede Produktion nachweisbar dokumentiert werden muss. Ohne gültiges Dokument findet das Casting nicht statt, ohne Ausnahme und ohne Diskussion vor Ort. Dazu bringst du die ausgefüllte Ja-Nein-Vielleicht-Liste mit, die wir dir vorher schicken. Alles Weitere ist Bequemlichkeit: etwas zu trinken, ein Ladekabel, ein zweites Oberteil. Requisiten, Kostüme oder Ausrüstung brauchst du nicht und sollst du auch nicht kaufen.

Was ziehe ich zum Casting an?

Was du sonst auch trägst, sauber und ohne Verkleidung. Sinnvoll ist Kleidung, die sich schnell an- und ausziehen lässt und keine tiefen Abdrücke hinterlässt, denn enge Bündchen und BH-Träger zeichnen sich auf Aufnahmen ab, die kurz danach entstehen. Bring lieber ein zweites Oberteil in einer anderen Farbe mit als ein komplettes Outfit. Starkes Make-up ist eher hinderlich, weil die Produktion sehen will, wie du ungeschminkt wirkst; geschminkt wird später am Set. Neue Schuhe oder frisch gefärbte Haare am Vortag sind keine gute Idee.

Muss ich zum Casting anreisen, und wer zahlt das?

Zum Casting kommst du in der Regel auf eigene Kosten, und das sagen wir lieber vorher als hinterher. Zu diesem Zeitpunkt steht noch keine Buchung dahinter, aus der sich eine Erstattung ableiten ließe. Sag uns aber, wenn die Strecke weit ist. Dann legen wir Termine so, dass sich die Fahrt lohnt, oder klären vorab mehr im Videogespräch, damit du nicht für ein erstes Kennenlernen quer durch das Land fährst. Reisekosten für einen tatsächlichen Drehtag sind eine andere Sache und werden vor der Zusage besprochen.

Wie lange dauert ein Casting?

Rechne mit ein bis zwei Stunden, Wartezeit eingerechnet. Der größere Teil davon ist Gespräch: Erwartungen, Grenzenliste, Vertragsfragen, Termine. Die eigentliche Aufnahme dauert selten länger als zwanzig Minuten. Plane den Tag trotzdem nicht auf Kante, weil sich Termine verschieben können und ein Casting unter Zeitdruck für beide Seiten wenig aussagt. Wenn du eine feste Rückfahrt hast, sag das gleich zu Beginn, dann ziehen wir die Aufnahme vor.

Bekomme ich vor Ort eine Zusage oder Absage?

Weder noch, und das hat einen Grund. Das Material geht zu den Produktionen, deren Anfragen zu dir passen könnten, und dort wird entschieden. Wir melden uns, sobald eine Rückmeldung vorliegt, und schreiben dir auch dann, wenn keine kommt. Eine Zusage vor Ort wäre ein Versprechen, das wir nicht halten könnten, weil nicht wir buchen. Was du direkt mitbekommst, sind ehrliche Hinweise: ob deine Angaben zur Grenzenliste in sich schlüssig sind, was vor der Kamera hilft und welcher Bereich realistisch zu dir passt.

Kann ich mein Gesicht verdecken?

Ja, beim Casting und beim Dreh. Es gibt Produktionen, die ohne erkennbare Gesichtsaufnahmen arbeiten, mit Maske, Bildausschnitt oder Kameraführung. Ehrlich dazu: Diese Produktionen zahlen weniger, weil sie schlechter verwertbar sind, und es gibt weniger davon. Für das Casting selbst brauchen wir trotzdem ein Bild deines Gesichts, sonst kann keine Produktion beurteilen, ob eine Rolle passt. Dieses Bild bleibt bei uns und geht nur mit deiner Zustimmung weiter. Vollständige Anonymität und maximale Gage sind nicht gleichzeitig zu haben. Was dir wichtiger ist, entscheidest du.

Kann ich das Casting vor Ort abbrechen?

Ja, jederzeit und ohne Begründung. Du sagst, dass du gehen möchtest, und gehst. Es gibt keine Vertragsstrafe, keine Kostenrechnung und keinen Nachteil für spätere Bewerbungen. Uns ist ein Abbruch lieber als eine Zusage, die du am nächsten Tag bereust, denn eine Absage vor der Unterschrift kostet nichts, ein Rückzieher nach der Veröffentlichung dagegen sehr viel. Wenn dich etwas stört, sag es sofort statt höflich später. Bei einem seriösen Ablauf endet die Sache damit, und niemand redet dir zu.

Dreh und Set

Wie viele Menschen sind bei einem Dreh im Raum?

Weniger, als die meisten erwarten. Bei kleineren Produktionen sind Kamera, Licht und Ton oft in einer Person vereint, dazu kommen Regie und jemand für die Organisation. Vier bis sechs Menschen inklusive der Mitwirkenden sind ein üblicher Wert; große Sets mit zwanzig Leuten sind in Deutschland selten. Wer im Raum ist, steht vorher im Ablaufplan, und du darfst fragen, wer welche Aufgabe hat. Zuschauer ohne Funktion haben am Set nichts zu suchen. Wenn plötzlich Menschen anwesend sind, die niemand vorstellen kann, ist das ein Grund nachzuhaken.

Wie lange dauert ein Drehtag wirklich?

Meist acht bis zehn Stunden, von denen der kleinere Teil vor der Kamera stattfindet. Der Rest ist Ankommen, Papiere, Maske, Umbauten, Lichtwechsel, Wiederholungen und Warten. Genau dieses Warten unterschätzen fast alle Einsteiger, es ist anstrengender als der Dreh selbst. Nimm dir deshalb etwas mit, das die Zeit füllt, ohne dich zu erschöpfen, und halte den Abend danach frei. Wenn eine Produktion regelmäßig deutlich überzieht, ist das kein Naturgesetz, sondern schlechte Planung. Sag uns Bescheid, wir hören solche Rückmeldungen und ziehen daraus Konsequenzen.

Bekomme ich Pausen und Verpflegung?

Ja, und beides ist keine Gefälligkeit. Zwischen den Einstellungen gibt es Pausen, und du darfst jederzeit eine zusätzliche einfordern, ohne das zu begründen. Wasser gehört an jedes Set, bei ganzen Drehtagen auch Essen. Sag vorher Bescheid, wenn du etwas nicht isst oder nicht essen kannst, dann steht es im Ablaufplan. Ehrlich bleibt: Die Qualität der Verpflegung schwankt zwischen Produktionen erheblich. Belegte Brötchen sind üblich, ein Catering ist die Ausnahme. Ein Set ganz ohne Wasser und ohne Pausen ist dagegen ein Warnsignal.

Was ziehe ich zum Dreh an, und wer stellt die Kleidung?

Für die Anreise, was du willst. Alles, was in der Szene zu sehen ist, stellt in der Regel die Produktion und schreibt es vorher in den Ablaufplan. Wenn du eigene Sachen mitbringen sollst, steht das dort ebenfalls, samt Farbe und Stil. Kaufe dafür nichts auf eigene Rechnung, ohne dass die Kostenübernahme vorher geklärt ist. Praktisch sind weite Kleidung für die Anreise und offene Schuhe, weil enge Bündchen Abdrücke hinterlassen, die auf Aufnahmen stundenlang sichtbar bleiben. Schmuck, der schwer abzunehmen ist, lässt du besser zu Hause.

Was, wenn körperlich nichts geht?

Das passiert, auch Erfahrenen, und ist kein Ausschlussgrund. Erektionsprobleme, ausbleibende Erregung, ein Körper, der unter Beobachtung nicht mitspielt: Das gehört zu diesem Beruf und wird eingeplant. Professionelle Teams machen daraus keinen Moment, sondern eine Pause, drehen etwas anderes vor oder verschieben. Niemand kommentiert es, und die vereinbarte Tagesgage bleibt davon unberührt, solange du da bist und mitarbeitest. Wer daraus Druck, Häme oder eine Kürzung ableitet, arbeitet nicht professionell. Sag uns in dem Fall Bescheid.

Was passiert, wenn ich mitten im Dreh abbrechen will?

Dann wird abgebrochen. Du sagst es der Regie oder deiner Ansprechperson, die Kamera stoppt, es gibt eine Pause. Ob es danach weitergeht, entscheidest du und niemand sonst. Für Aufnahmen, die bis dahin entstanden sind, gilt weiter, was im Vertrag steht, und genau deshalb solltest du dir vor der Unterschrift Zeit nehmen. Brichst du ab, weil deine Grenzen missachtet wurden, bleibt die Tagesgage bei dir. Ein Abbruch, weil dir spontan nicht danach ist, kann Folgen für die Abrechnung des Tages haben. Auch das gehört ehrlich dazu.

Kann ich Szenen mit bestimmten Personen ablehnen?

Ja. Wer mitspielt, steht vor deiner Zusage fest, und du kannst absagen, ohne das zu begründen, ohne Nachteil für weitere Anfragen. Wird eine Besetzung kurzfristig getauscht, ändert das die Grundlage deiner Zusage: Du darfst dann neu entscheiden, auch am Drehtag. Umgekehrt kannst du uns Namen nennen, mit denen du grundsätzlich nicht arbeiten willst. Wir fragen nicht nach dem Grund und geben ihn auch nicht weiter. Eine Zusage zu einer Produktion ist keine Zusage zu allen Personen, die dort auftauchen könnten.

Wird am Set Alkohol angeboten, damit es leichter fällt?

Nein, und ein Set, an dem Alkohol oder andere Substanzen zur Lockerung angeboten werden, verlässt du. Was in einer Szene wie ein Glas Sekt aussieht, ist Requisite. Der Grund ist nicht Moral, sondern Zustimmung: Wer nicht klar ist, kann nicht wirksam zustimmen, und die Zustimmung ist die Grundlage jeder Aufnahme, die entsteht. Medikamente, die die Erektion unterstützen, sind eine ärztliche Frage und keine, die am Set beantwortet wird. Wenn dir am Drehort jemand etwas anbietet, sag uns Bescheid.

Wie oft kann ich drehen?

So oft, wie du Anfragen bekommst und annimmst. Eine Mindestzahl gibt es bei uns nicht, eine Verpflichtung zu einer bestimmten Frequenz ebenfalls nicht. Realistisch ist für die meisten kein voller Kalender, sondern einzelne Tage über den Monat verteilt; planbar ist dieser Beruf nur bedingt. Körperlich gibt es Grenzen, die du selbst setzen musst, denn mehrere intensive Drehtage hintereinander sind für viele zu viel, und am Set merkt es dir niemand an, wenn du nichts sagst. Zwischen Terminen mit Geschlechtsverkehr sind Abstände auch wegen der Testfristen sinnvoll.

Geld und Abrechnung

Was verdiene ich?

Fotoproduktionen liegen bei 250 bis 600 Euro pro Drehtag, Videoproduktionen bei 400 bis 1.200 Euro, Eventbegleitung ohne sexuelle Handlungen bei 200 bis 500 Euro pro Tag. Die Spanne entsteht durch Rolle, Drehdauer, Umfang der Nutzungsrechte und Aufwand der Produktion, nicht durch Verhandlungsgeschick allein. Einsteiger liegen meist im unteren Drittel, das ist die ehrliche Einordnung. Vor jeder Zusage bekommst du eine konkrete Zahl für diesen Tag, keine Spanne und keine Beteiligung als Ersatz. Webcam funktioniert anders, dort gibt es statt einer Tagesgage eine Umsatzbeteiligung.

Wann kommt das Geld?

Innerhalb von 14 Tagen nach dem Drehtag, per Überweisung, zusammen mit einer Abrechnung, die Tag, Leistung und Betrag ausweist. Barzahlung bieten wir nicht an. Das ist unbequem, schützt dich aber: Ohne Beleg hast du im Streitfall nichts in der Hand, weder gegenüber der Produktion noch gegenüber dem Finanzamt. Kommt das Geld nicht an, meldest du dich bei uns und nicht bei der Produktion. Genau dafür ist eine Agentur da. Bis dahin gilt: Rechne nicht am Tag nach dem Dreh mit dem Betrag auf dem Konto.

Behaltet ihr etwas von meiner Gage ein?

Nein. Keine Provision, keine Vermittlungsgebühr, keine nachträglichen Abzüge und keine Beteiligung an späteren Erlösen. Was vereinbart ist, kommt vollständig bei dir an, weil uns die Produktion bezahlt. Wenn dir anderswo eine Vermittlung angeboten wird, frag als Erstes, wer die Agentur bezahlt. Kommt darauf keine klare Antwort oder lautet sie „anteilig von deiner Gage“, dann hängt dein Verdienst von der Höhe der Abzüge ab, und über die entscheidest nicht du.

Kann ich über die Gage verhandeln?

In Grenzen ja. Verhandelbar sind meist der Umfang der Nutzungsrechte, die Drehdauer, Zusatzleistungen wie Fotos neben dem Video und die Frage, ob eine Anreise am Vortag mit Übernachtung bezahlt wird. Weniger verhandelbar ist der Grundbetrag, weil Produktionen mit festen Budgets kalkulieren. Was nicht funktioniert, ist die Nachverhandlung am Drehtag: Wer erst vor Ort mehr fordert, bringt eine ganze Tagesplanung in Not und wird selten wieder gebucht. Sag deshalb vor der Zusage, was dir fehlt. Wir sagen dir ehrlich, ob es Spielraum gibt.

Wer zahlt Anfahrt, Übernachtung und Wartezeit?

Das steht nicht pauschal fest und gehört deshalb vor die Zusage. Üblich ist, dass die Produktion Anreise und Übernachtung übernimmt, wenn der Drehort so weit entfernt liegt, dass Hin- und Rückfahrt am selben Tag unzumutbar wären. Bei kurzen Wegen ist die Fahrt meist mit der Tagesgage abgegolten. Wartezeit ist der häufigste Streitpunkt: Klärt vorher, was passiert, wenn aus einem halben Tag ein ganzer wird. Entscheidend ist nur eines: Was mündlich zugesagt wurde, muss in der schriftlichen Vereinbarung stehen, sonst existiert es später nicht.

Muss ich das versteuern?

Ja. Einnahmen aus Dreharbeiten sind steuerpflichtig, unabhängig davon, wie oft du drehst. Wir führen keine Steuern für dich ab und behandeln dich nicht als Angestellte oder Angestellten. Was wir liefern, ist eine saubere Abrechnung zu jedem Tag, mit der eine Steuerberatung arbeiten kann. Konkrete Grenzen, Sätze und Fristen nennen wir bewusst nicht, weil sie vom Einzelfall abhängen und wir dich nicht beraten dürfen. Leg von Anfang an einen Teil jeder Zahlung zurück, denn eine Nachzahlung kommt oft erst im Folgejahr. Diese Antwort ordnet ein und ersetzt keine Steuerberatung.

Muss ich eine Rechnung schreiben können?

Du solltest es lernen, es ist aber keine Hürde für den Anfang. Du arbeitest selbstständig, also gehört zu jedem bezahlten Tag ein Beleg. Wir schicken dir eine Abrechnung, an der du dich orientieren kannst, und sagen dir, wenn auf deiner Rechnung eine Pflichtangabe fehlt. Was wir nicht dürfen, ist steuerlich beraten, und das ist keine Bequemlichkeit, sondern gesetzlich geregelt. Für den Einstieg reicht meist ein einmaliges Gespräch bei einer Steuerberatung.

Was, wenn ich noch nie selbstständig war?

Dann bist du in guter Gesellschaft, und es ist kein Ausschlussgrund. Praktisch brauchst du drei Dinge: eine Anmeldung deiner Tätigkeit bei der zuständigen Stelle, ein Konto, auf dem Betriebliches und Privates nicht durcheinandergehen, und eine geordnete Ablage für Belege. Ob in deinem Fall eine Gewerbeanmeldung nötig ist und welche Regelungen greifen, hängt vom Einzelfall ab und gehört in ein Gespräch mit einer Steuerberatung, nicht in eine FAQ. Wir gehen deinen Vertrag inhaltlich mit dir durch, übernehmen aber weder Anmeldung noch Buchführung. Diese Antwort ordnet ein und ersetzt keine Beratung.

Kann ich unter Künstlernamen abrechnen?

Auftreten kannst du unter Künstlernamen, abrechnen nicht anonym. Auf Vertrag und Rechnung steht dein bürgerlicher Name, weil eine Zahlung einer real existierenden Person zugeordnet werden muss und das Alter dokumentiert wird. Der Künstlername ist der Name, unter dem veröffentlicht wird, und der einzige, der öffentlich sichtbar ist. Beides parallel zu führen ist völlig normal und in dieser Branche der Regelfall. Wer dir verspricht, dass du ganz ohne Klarnamen bezahlt wirst, arbeitet unsauber oder zahlt schwarz, und beim Schwarzgeld trägst du das Risiko, nicht der Auftraggeber.

Vertrag und Rechte

Was steht in einem Modelvertrag?

Wer beteiligt ist, was gedreht wird, wann und wo, was du bekommst und wann gezahlt wird. Der wichtigste Teil ist ein anderer: welche Rechte du überträgst. Dazu kommen deine Grenzenliste als Anlage, Regelungen zu Abbruch und Ausfall sowie die Angaben zur Altersdokumentation. Ein Vertrag, der die Nutzungsrechte in einem einzigen Satz mit den Worten „umfassend und unbeschränkt“ abhandelt, ist kein guter Vertrag, auch wenn er angenehm kurz ist. Wir gehen jeden Vertrag vor deiner Unterschrift mit dir durch und sagen dir, welche Punkte wir für problematisch halten.

Was passiert mit dem Material nach dem Dreh?

Das regelt der Vertrag, und zwar konkret: wer die Rechte hält, für welchen Zeitraum, in welchen Ländern und über welche Kanäle verwertet werden darf. Die Modelle reichen von einer befristeten Nutzung für eine einzelne Plattform bis zur unbefristeten weltweiten Verwertung. Wichtig zu wissen: Nutzungsrechte, die einmal übertragen sind, lassen sich in aller Regel nicht zurückholen. Das ist der Punkt, an dem du dir Zeit nehmen und im Zweifel anwaltlichen Rat einholen solltest. Wir halten dich nicht davon ab und drängen auch nicht auf eine Unterschrift am selben Tag.

Was ist ein Buyout?

Ein Buyout ist eine einmalige Zahlung, mit der eine Produktion alle vereinbarten Nutzungsrechte abgilt, unabhängig davon, wie oft und wie lange das Material später läuft. In dieser Branche ist das der Normalfall und nicht die Ausnahme. Beteiligungen an späteren Erlösen gibt es fast nie, und wo sie versprochen werden, sind sie kaum nachprüfbar. Die praktische Folge ist unbequem: Ein sehr erfolgreiches Video bringt dir nachträglich nichts. Deshalb ist der Umfang der Rechte im Zweifel wichtiger als die Höhe des Tagessatzes, und genau darüber lässt sich vorher reden.

Kann ich Aufnahmen später löschen lassen?

In der Regel nicht, und alles andere wäre ein Versprechen, das niemand halten kann. Wer wirksam Nutzungsrechte übertragen hat, kann sie nicht einseitig zurückholen, und veröffentlichtes Material wird kopiert und weiterverbreitet, ohne dass die Produktion darauf Einfluss hätte. Möglich ist etwas anderes: Manche Verträge sehen eine Befristung oder eine Rückrufmöglichkeit unter bestimmten Bedingungen vor, dann muss das vorher drinstehen. Bei Material, das ohne deine Zustimmung entstanden oder verbreitet wurde, ist die Lage anders; das ist ein Fall für anwaltliche Hilfe. Diese Antwort ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bindet ihr mich exklusiv?

Nein. Du kannst parallel für andere Agenturen und direkt für Produktionen arbeiten, eigene Formate betreiben und jederzeit aufhören. Es gibt bei uns keine Laufzeit, keine Mindestzahl von Drehs und keine Vertragsstrafe für Absagen. Exklusivität ist im Einzelfall Sache einer Produktion, nicht der Vermittlung. Verlangt eine Produktion sie, steht das im jeweiligen Vertrag, bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum oder ein bestimmtes Format und sollte zusätzlich vergütet werden. Eine Agentur, die sich pauschal alle deine künftigen Arbeiten sichern will, sichert vor allem den eigenen Umsatz.

Kann ich eine Zusage widerrufen?

Vor der Unterschrift jederzeit und ohne Begründung. Nach der Unterschrift gilt, was vereinbart wurde, und je näher am Drehtag, desto teurer wird eine Absage für die Produktion, weil Location, Team und andere Mitwirkende gebucht sind. Sag deshalb so früh wie möglich ab. Kurzfristige Absagen ohne triftigen Grund können Folgen für die Abrechnung haben und sprechen sich in einer kleinen Branche herum. Krankheit ist ein triftiger Grund und wird auch so behandelt. Nach der Veröffentlichung ist ein Widerruf der Nutzungsrechte praktisch ausgeschlossen.

Muss ich den Vertrag allein verstehen?

Nein. Wir gehen ihn vor der Unterschrift mit dir durch, Absatz für Absatz, und das kostet dich nichts. Du darfst ihn außerdem mitnehmen, jemandem zeigen und anwaltlich prüfen lassen. Wer auf eine sofortige Unterschrift drängt, hat dafür einen Grund, und der liegt selten bei dir. Nimm dir mindestens eine Nacht Zeit. Fragen, die sich immer lohnen: Für wie lange gelten die Rechte, für welches Gebiet, für welche Kanäle, was passiert bei einem Weiterverkauf, und was gilt, wenn ich am Drehtag abbreche.

Kann ich jederzeit aufhören?

Ja. Es gibt keine Kündigungsfrist, keine Mindestlaufzeit und keinen Grund, den du nennen musst. Eine Mail genügt, danach bekommst du keine Anfragen mehr, und auf Wunsch löschen wir deine Daten innerhalb von sieben Tagen. Was du nicht rückgängig machen kannst, ist bereits veröffentlichtes Material, weil die Nutzungsrechte übertragen sind. Genau deshalb ist die Entscheidung vor dem ersten Dreh die wichtigere. Eine Pause ist übrigens kein Ausstieg: Viele melden sich nach Monaten wieder, und das ist völlig normal.

Sicherheit und Grenzen

Muss ich alles machen, was verlangt wird?

Nein. Was du vorher ausschließt, wird nicht verlangt, nicht am Set, nicht in der Pause und auch nicht gegen einen Aufschlag. Deine Ja-Nein-Vielleicht-Liste ist Vertragsbestandteil und keine unverbindliche Wunschliste. Wird sie angetastet, brichst du ab, und die vereinbarte Tagesgage bleibt bei dir. An diesem Punkt unterscheiden sich seriöse von unseriösen Produktionen, und deshalb bestehen wir auf der schriftlichen Liste, statt Grenzen nur mündlich abzufragen. Was mündlich vereinbart wurde, existiert im Streitfall nicht.

Wie funktioniert die Ja-Nein-Vielleicht-Liste?

Du gehst eine Liste von Praktiken und Situationen durch und trägst für jede ein Ja, ein Nein oder ein Vielleicht ein. Ja heißt einverstanden. Nein heißt, es kommt nicht vor und wird nicht gefragt. Vielleicht heißt, nur nach ausdrücklicher Absprache im Einzelfall und nicht spontan am Set. Die Liste geht in den Vertrag und an alle, die am Drehtag Verantwortung tragen. Fülle sie allein aus, nicht gemeinsam mit einem Partner und nicht in Eile: Was du nicht einträgst, kann später niemand für dich nachholen.

Kann ich meine Liste nachträglich ändern?

Streichen kannst du jederzeit, auch am Drehtag und ohne Begründung. Hinzufügen geht nur vorher und schriftlich, nie spontan während einer Szene. Diese Asymmetrie ist Absicht: Ein Nein soll sofort wirken, ein Ja soll nie unter Druck im Moment entstehen. Fragt dich am Set jemand, ob nicht doch noch etwas ginge, ist ein einfaches Nein die richtige Antwort, und die richtige Reaktion des Teams ist Weiterarbeiten ohne Diskussion. Passiert etwas anderes, sag uns Bescheid. Diese Produktion bekommt dann keine weitere Vermittlung.

Gibt es ein Safeword?

Ja, und es ist keine Spielerei. Vor dem Dreh wird ein Wort oder ein Signal vereinbart, das die Aufnahme sofort stoppt, unabhängig davon, was gerade läuft. Für Szenen, in denen Sprechen nicht möglich ist, wird ein sichtbares Zeichen festgelegt, etwa zweimaliges Klopfen. Entscheidend ist, dass das Signal sofort wirkt und nicht interpretiert wird. Bei Produktionen mit Fesselung, Rollenspiel oder Machtgefälle in der Szene ist ein Ampelcode üblich, also getrennte Zeichen für „langsamer“ und für „Stopp“. Spricht niemand vorher darüber, sprichst du es an.

Wird mit Kondom gedreht?

Bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr immer, ausnahmslos und unabhängig von vorliegenden Tests. Das ist keine Verhandlungssache und wird auch nicht gegen einen Aufschlag aufgehoben; eine Produktion, die danach fragt, vermitteln wir nicht weiter. Tests und Kondom sind kein Entweder-oder, sondern zwei getrennte Schutzebenen: Ein Test beschreibt einen Zeitpunkt in der Vergangenheit, das Kondom wirkt im Moment der Aufnahme. Für andere Praktiken vereinbarst du Schutzmaßnahmen individuell und trägst sie in deine Grenzenliste ein, damit sie verbindlich sind.

An wen wende ich mich, wenn am Set etwas schiefläuft?

Zuerst an die Ansprechperson am Set, die dir vor dem Dreh namentlich genannt wird; bei kleinen Produktionen ist das die Regie oder die Produktionsleitung. Hilft das nicht oder ist diese Person Teil des Problems, rufst du uns an, auch mitten am Drehtag. Du musst nicht durchhalten, bis der Tag vorbei ist. Bei Gewalt oder Bedrohung ist die Polizei zuständig und nicht die Agentur. Melde uns Vorfälle auch dann, wenn du sie selbst gelöst hast. Wir entscheiden danach, mit wem wir weiterarbeiten.

Was passiert, wenn ich eine Grenzüberschreitung melde?

Wir hören zu, halten fest, was du schilderst, und fragen dich, was du willst, nicht umgekehrt. Ohne deine Zustimmung geben wir nichts weiter, auch nicht an die Produktion. In eigener Verantwortung entscheiden wir nur über die weitere Zusammenarbeit mit dieser Produktion, und dafür reicht uns deine Schilderung. Eine Meldung wirkt sich nicht negativ auf deine Vermittlung aus. Die Vorstellung, man gelte danach als schwierig, ist genau der Mechanismus, der Übergriffe möglich macht. Bei strafrechtlich relevanten Vorfällen nennen wir dir Beratungsstellen und raten zu anwaltlicher Hilfe.

Gesundheit

Brauche ich Tests?

Für Produktionen mit Geschlechtsverkehr ja. Verlangt wird ein STI-Panel, das am Drehtag je nach Produktion nicht älter als 14 bis 30 Tage sein darf, und zwar für alle Beteiligten, nicht nur für dich. Ohne gültiges Ergebnis wird nicht gedreht, und daran scheitern die meisten kurzfristig geplatzten Drehs. Bei Fotoproduktionen ohne Geschlechtsverkehr und bei Eventbegleitung ist ein Test in der Regel nicht nötig. Frag vorher nach, welche Werte konkret verlangt werden, denn die Panels unterscheiden sich.

Wer bezahlt die Tests?

Die Produktion. Testkosten gehören zu den Produktionskosten, und eine Agentur, die sie dir aufbürdet, verschiebt ihr Risiko auf dich. Vorstrecken musst du in manchen Fällen trotzdem, weil die Abrechnung über Praxis oder Labor läuft. Heb den Beleg auf und reiche ihn ein. Gesundheitsämter bieten teilweise günstige oder anonyme Tests an, allerdings nicht immer in dem Umfang, den eine Produktion verlangt. Sag uns vorher Bescheid, dann klären wir, welche Stelle in deiner Nähe in Frage kommt.

Was ist, wenn ein Test auffällig ist?

Dann wird der Drehtag verschoben, ohne Diskussion und ohne dass du dich rechtfertigen musst. Ein auffälliger Befund ist kein Berufsverbot: Vieles ist behandelbar, danach wird neu getestet und weitergearbeitet. Weitergegeben wird nur so viel, wie für die Absage des Termins nötig ist. Welche Diagnose dahintersteht, geht die Produktion nichts an. Was zu tun ist, gehört in ärztliche Hände und nicht an ein Set. Wer in dieser Situation Druck macht oder dich zum Drehen überreden will, disqualifiziert sich.

Was ist, wenn ich meine Periode habe?

Das ist ein alltäglicher Vorgang und kein Grund für Peinlichkeit. Es gibt drei Wege: den Termin verschieben, was bei planbaren Drehs am einfachsten ist; mit Hilfsmitteln wie einem Schwämmchen drehen, was in der Branche üblich ist; oder auf Formate ausweichen, die ohne Penetration auskommen. Sag es, sobald du es absehen kannst, und nicht erst am Drehtag, dann lässt sich umplanen, ohne dass ein ganzer Tag ausfällt. Bei starken Schmerzen gilt dasselbe wie bei jeder anderen Erkrankung: Du sagst ab.

Was passiert, wenn ich am Drehtag krank werde?

Du sagst ab, so früh wie möglich und telefonisch statt per Nachricht. Krankheit ist ein anerkannter Grund, niemand erwartet, dass du mit Fieber oder einem Magen-Darm-Infekt an ein Set kommst, schon weil du dort alle anderen ansteckst. Für den Tag selbst gibt es dann in der Regel keine Gage, weil die Leistung nicht erbracht wurde. Das ist die Kehrseite der Selbstständigkeit und der Grund, warum eine Rücklage sinnvoll ist. Ein Ersatztermin findet sich meist, solange die Produktion läuft. Auf künftige Anfragen wirkt sich eine Krankmeldung nicht aus.

Womit muss ich körperlich rechnen?

Ehrlich gesagt: mit einigem. Wundgefühl, Muskelkater in ungewohnten Bereichen, kleine Verletzungen an Schleimhäuten, Erschöpfung nach langen Tagen. Am Set hilft ausreichend Gleitmittel, es hilft, Pausen einzufordern, und es hilft, früh zu sagen, wenn eine Position schmerzt, denn Schmerzen werden nicht besser, wenn man sie aussitzt. Nach dem Dreh brauchen die meisten mehr Ruhe, als sie eingeplant haben. Bei anhaltenden Beschwerden gehst du zu einer Ärztin oder einem Arzt und nennst den Zusammenhang. Das ist kein Grund für Scham und für die Behandlung entscheidend.

Was ist mit der psychischen Seite?

Die wird unterschätzt, auch von Menschen, die vor der Kamera keine Probleme haben. Belastend ist selten der Dreh selbst, sondern das Danach: die Frage, wer es sieht, das Doppelleben gegenüber dem Umfeld, Kommentare im Netz. Plane nach intensiven Drehtagen Zeit ein, in der nichts ansteht, und such dir mindestens eine Person, mit der du offen reden kannst. Wenn es dich dauerhaft mitnimmt, ist professionelle Unterstützung sinnvoll und kein Zeichen von Schwäche. Wir beraten dazu nicht, können aber Anlaufstellen nennen.

Daten, Diskretion und Anonymität

Bekomme ich Post nach Hause?

Nein. Wir versenden grundsätzlich keine Briefe, keine Verträge auf Papier, keine Werbung und keine Abrechnungen per Post. Standardweg ist E-Mail. Angerufen wirst du nur, wenn du uns eine Nummer gibst und es ausdrücklich möchtest, und wir hinterlassen keine Nachricht, aus der hervorgeht, worum es geht. Viele legen sich für diesen Bereich eine eigene Mailadresse ohne ihren Namen an, das ist eine gute Idee und kostet nichts. Denk daran, dass eine Überweisung auf dem Kontoauszug den Namen des Absenders trägt, gerade bei gemeinsam genutzten Konten.

Wer sieht meine Daten?

Zunächst nur wir. Eine Produktion bekommt erst dann Angaben, wenn du einer konkreten Anfrage zugestimmt hast, und dann nur das, was für diese Anfrage nötig ist, nicht deine vollständige Bewerbung. Es gibt keine Kartei, in die Dritte hineinsehen können, keinen Zugang für Produktionen zu einer Datenbank und keine Weitergabe an andere Agenturen, auch nicht im Tausch. Anfragen von Presse, Fans oder Privatpersonen beantworten wir nicht. Intern hat nur der kleine Kreis Zugriff, der Bewerbungen bearbeitet.

Kann ich meine Daten löschen lassen?

Jederzeit, formlos per Mail, ohne Begründung und ohne Rückfragen. Wir löschen innerhalb von sieben Tagen und bestätigen es dir. Meldest du dich zwölf Monate nicht, löschen wir von selbst, ohne dass du daran denken musst. Zwei Einschränkungen gehören zur Wahrheit: Unterlagen zu einem tatsächlich stattgefundenen Dreh unterliegen Aufbewahrungspflichten und verschwinden nicht auf Zuruf, und veröffentlichtes Material ist von einer Löschung bei uns nicht betroffen, dafür gilt der Vertrag mit der Produktion. Alles, was nur bei uns liegt, ist nach der Löschung weg.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich mich doch nicht bewerbe?

Wenn du das Formular nicht absendest, entsteht bei uns nichts. Es gibt keine Zwischenspeicherung von Eingaben und keine Wiederherstellung abgebrochener Formulare. Hast du bereits geschrieben und willst zurück, reicht eine Mail, dann löschen wir innerhalb von sieben Tagen. Auch eine Bewerbung, auf die eine Absage folgt, bleibt nicht dauerhaft liegen. Was wir ausdrücklich nicht tun, ist Adressen für spätere Werbung aufzuheben oder dich in einen Verteiler zu setzen, den du nicht bestellt hast.

Kann mich jemand über euch kontaktieren?

Nein. Wir stellen keine Kontakte zu Darstellerinnen und Darstellern her, nicht für Fans, nicht für Presse, nicht für Produktionen ohne dein Einverständnis und auch nicht für Menschen, die behaupten, dich zu kennen. Solche Anfragen beantworten wir nicht und bestätigen dabei nicht einmal, ob jemand überhaupt bei uns registriert ist. Das gilt in beide Richtungen: Private Kontaktdaten anderer Mitwirkender bekommst du von uns ebenfalls nicht. Wer nach einem Dreh in Kontakt bleiben will, tauscht das selbst aus.

Was steht später über mich im Netz?

Das, was veröffentlicht wird, und das, was andere daraus machen. Üblicherweise erscheinen dein Künstlername, Standbilder, Videobeschreibungen und Einträge auf Portalen, die Inhalte automatisch übernehmen. Suchmaschinen finden das über den Künstlernamen. Mit deinem bürgerlichen Namen verknüpfbar wird es nur, wenn diese Verbindung irgendwo öffentlich wird, durch dich selbst, durch ein Foto, das an anderer Stelle mit Klarnamen existiert, oder durch jemanden, der beides kennt. Die Bildersuche funktioniert inzwischen gut. Wer Anonymität ernsthaft will, trennt beide Welten von Anfang an und nicht erst nach dem dritten Dreh.

Kann meine Familie oder mein Arbeitgeber das finden?

Finden kann es, wer gezielt sucht; zufällig stolpern die wenigsten darüber. Realistisch ist ein anderer Weg: Jemand aus dem Umfeld erkennt dich und erzählt es weiter. Dagegen hilft keine Technik, sondern nur die Entscheidung, wie viel du selbst preisgibst. Arbeitsrechtlich ist eine Nebentätigkeit nicht automatisch ein Problem, es kommt auf Vertrag, Beruf und Umstände an. Wer im öffentlichen Dienst, in der Pflege oder in der Pädagogik arbeitet, sollte das vorher fachlich prüfen lassen. Wir raten niemandem, die Frage zu ignorieren, beraten dazu aber nicht.

Kann ich bestimmte Länder ausschließen?

Manchmal, und du musst danach fragen, weil es selten von allein angeboten wird. Der Fachbegriff ist Geoblocking: Die Verwertung wird vertraglich auf bestimmte Gebiete begrenzt oder für einzelne Länder gesperrt, sodass Zugriffe von dort blockiert werden. Zwei ehrliche Einschränkungen: Nicht jede Produktion macht das mit, weil es den Wert der Rechte senkt und damit auf die Gage drückt, und technisch lässt sich eine Sperre umgehen. Gegen zufälliges Auffinden im eigenen Umfeld hilft es trotzdem, als absolute Sicherheit taugt es nicht.

Wie wähle ich einen Künstlernamen?

Nimm einen, der nicht auf dich zurückführt: kein zweiter Vorname, kein Spitzname aus dem Freundeskreis, kein Name, den du schon als Nutzername irgendwo verwendest. Prüfe vorher, ob er in Suchmaschinen und auf den gängigen Plattformen frei ist, sonst teilst du dir später Suchergebnisse mit jemand anderem. Er sollte aussprechbar und schreibbar sein, weil er getippt wird, und er sollte dir nicht auf die Nerven gehen, denn du hörst ihn zehn Stunden lang am Set. Ein Wechsel ist später möglich, macht aber zunichte, was du an Bekanntheit aufgebaut hast.

Deine Frage steht nicht dabei?

Schreib sie uns. Wir antworten, ohne dass daraus eine Bewerbung werden muss.

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