Lexikon · Produktion und Set
Ton
Der Ton umfasst die Tonaufnahme am Set und die Person, die Mikrofone setzt, Pegel überwacht und für verständliche Sprache im Material sorgt.
Ton meint am Set die gesamte Tonaufnahme und die Person, die dafür zuständig ist. Sie wählt und platziert die Mikrofone, überwacht über Kopfhörer, ob Sprache verständlich und frei von Störgeräuschen aufgenommen wird, und meldet, wenn eine Aufnahme aus Tongründen wiederholt werden muss. Bei kleinen Produktionen übernimmt die Kameraperson diese Aufgabe mit.
Angel, Ansteckmikrofon, Kameraton
Drei Arten der Tonaufnahme begegnen dir am häufigsten. Die Tonangel ist ein Mikrofon an einer langen Stange, das von oben oder unten an die sprechende Person herangeführt wird, ohne ins Bild zu ragen. Ein Ansteckmikrofon ist klein, wird an der Kleidung oder direkt am Körper befestigt und mit einem Sender verbunden. Das Mikrofon an der Kamera nimmt vor allem Raumklang auf und reicht für verständliche Dialoge selten aus.
Welche Methode genutzt wird, hängt von Szene und Budget ab. Für dich macht es einen Unterschied: Eine Angel braucht eine weitere Person im Raum, ein Ansteckmikrofon braucht Kontakt mit deinem Körper oder deiner Kleidung.
Wer das Mikrofon anbringt
Ein Ansteckmikrofon wird oft unter der Kleidung versteckt, mit Klebeband fixiert und der Sender am Rücken oder an der Hüfte befestigt. Die Tonperson erklärt vorher, wo es sitzen soll, und fragt, ob sie es anbringen darf oder ob du es selbst machen möchtest. Beides ist üblich. Wenn dir Berührung in diesem Moment unangenehm ist, sag es; die Einvernehmlichkeit gilt auch für technische Handgriffe. Eine professionelle Tonperson zeigt dir dann, wie du es selbst anbringst.
Ruhe am Set
Ton ist empfindlich. Ein vibrierendes Telefon, ein Rascheln mit Papier, ein Gespräch im Nebenraum: Alles landet in der Aufnahme. Deshalb gibt es vor jedem Durchgang die Ansage, dass Ruhe herrscht, und deshalb wird eine Aufnahme manchmal abgebrochen, obwohl vor der Kamera alles gestimmt hat. Das ist kein Fehler deinerseits. Schalte dein Telefon vor Beginn stumm und lege es außerhalb des Sets ab.
Nicht jedes Geräusch muss im Original stimmen. Manches wird in der Postproduktion bearbeitet, ersetzt oder mit Musik unterlegt. Sprache, die später nachvertont werden soll, ist eine eigene Vereinbarung und sollte vorher bekannt sein.
Deine Stimme ist erkennbar
Der Ton ist der Punkt, an den beim Thema Anonymität die wenigsten denken. Wer das Gesicht nicht zeigt, aber spricht, ist für Menschen aus dem Umfeld trotzdem identifizierbar. Eine Stimme, ein Dialekt, eine typische Formulierung reichen dafür oft aus. Der Beitrag Anonym arbeiten beschreibt, was sich dagegen tun lässt und was nicht.
Wenn du anonym drehen willst, kläre vorher, ob du sprechen sollst, ob Sprache im fertigen Material bleibt oder ob nachträglich verfremdet wird. Diese Absprache gehört in den Vertrag. Ein Drehbuch mit Dialogen solltest du daraufhin lesen, bevor du zusagst, nicht erst am Set.
Offene Frage dazu?
Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.