Lexikon · Rollen und Formate
Studioproduktion
Eine Produktion eines eingeführten Studios mit festem Team, schriftlichem Drehplan und klar verteilten Zuständigkeiten, meist mit weit gefassten Rechten.
Eine Produktion, die von einem eingeführten Studio mit eigenem Team, eigener Technik und festen Abläufen umgesetzt wird. Typisch sind ein schriftlicher Drehplan, klar verteilte Zuständigkeiten und standardisierte Verträge, die für alle Beteiligten nach demselben Muster aufgebaut sind.
Ein Team mit festen Rollen
Am Set arbeiten Produktionsleitung, Regie, Kamera, Licht, Ton, Maske und oft eine eigene Aufnahmeleitung, die den Zeitplan überwacht. Für dich bedeutet das: Jede Frage hat eine zuständige Person. Wer für welchen Bereich verantwortlich ist, erklärt der Beitrag Wer am Set arbeitet und wofür.
Der Ablauf steht im Call Sheet, das du vor dem Drehtag bekommst: Ankunftszeit, Adresse, Reihenfolge der Szenen, Ansprechperson. Abweichungen werden angekündigt, nicht improvisiert. Diese Verlässlichkeit ist der größte Unterschied zu kleineren Formaten.
Mehr Aufwand, längerer Tag
Professionelle Lichtsetzung, mehrere Kamerapositionen und Wiederholungen für saubere Anschlüsse kosten Zeit. Die reine Zeit vor der Kamera ist der kleinere Teil des Tages; der größere entfällt auf Umbau, Maske und Warten. Wer zum ersten Mal in einem Studio arbeitet, unterschätzt das regelmäßig. Plane den ganzen Tag ein und keine Folgetermine am Abend.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Abstimmung vorab. Studios arbeiten mit Vorlauf: Termine, Garderobe und Inhalte werden meist Tage oder Wochen vorher festgelegt, oft in einem Vorgespräch mit Produktionsleitung oder Regie. Kurzfristige Änderungen sind seltener als bei kleinen Teams, weil an einem Drehtag viele Personen und gebuchte Technik hängen. Für dich heißt das: Was du im Vorgespräch nicht ansprichst, ist am Drehtag schwerer zu ändern.
Gage und Rechte im Studiovertrag
Studios zahlen innerhalb der üblichen Spannen, bei Video 400 bis 1.200 Euro pro Drehtag, bei Foto 250 bis 600 Euro, und liegen dabei oft eher im mittleren bis oberen Bereich. Im Gegenzug sind die Verträge häufig weit gefasst: zeitlich unbegrenzte Verwertung, viele Kanäle, Vergütung als Buyout. Das ist branchenüblich, sollte sich aber in der Gage niederschlagen.
Standardverträge wirken unverhandelbar, sind es aber nicht immer. Einzelne Punkte wie Marketingmaterial, Weitergabe an Dritte oder Exklusivität lassen sich ansprechen. Was die einzelnen Klauseln bedeuten, erklärt der Beitrag zum Modelvertrag. Die Bandbreiten aller Formate stehen unter Verdienst.
Standards, die du einfordern kannst
Ein seriöses Studio verlangt vor dem Dreh deinen Personalausweis oder Reisepass, dokumentiert die Einwilligung und arbeitet mit deiner Ja-Nein-Vielleicht-Liste als Vertragsbestandteil. Wo mehrere Personen vor der Kamera stehen, liegt für alle ein aktuelles STI-Panel vor, die Kosten trägt die Produktion. Die Kondompflicht bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr gilt ausnahmslos. Diese Standards sind keine Kür, sondern Mindestanforderung — auch bei bekannten Namen.
Wie du dich vorbereitest
Lies Call Sheet und Vertrag vollständig, bevor du anreist, und kläre offene Punkte per Mail statt am Morgen des Drehs. Frag, wer deine feste Ansprechperson ist, falls während des Tages etwas nicht stimmt. Und rechne damit, dass ein Studio Pünktlichkeit und Verlässlichkeit genau registriert: Wer einmal reibungslos gearbeitet hat, wird erneut angefragt.
Offene Frage dazu?
Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.