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Lexikon · Geld und Steuern

Zahlungsziel

Die vereinbarte Frist, innerhalb derer eine Gage nach Dreh oder Rechnung bezahlt sein muss; über diese Agentur sind das 14 Tage per Überweisung.

Das Zahlungsziel ist die vereinbarte Frist, innerhalb derer ein Auftraggeber eine Leistung bezahlen muss, gerechnet ab einem festgelegten Zeitpunkt wie dem Drehtag oder dem Eingang der Rechnung. Es bestimmt, wann deine Gage tatsächlich auf dem Konto ist, und damit, wie gut du planen kannst.

Das Zahlungsziel bei dieser Agentur

Bei Buchungen über diese Agentur wird die Gage innerhalb von 14 Tagen per Überweisung gezahlt. Barzahlung gibt es nicht. Das hat praktische Gründe: Eine Überweisung ist nachvollziehbar, sie belegt die Einnahme gegenüber dem Finanzamt, und niemand muss am Set mit Bargeld hantieren. Die Rahmen für Gagen und Zahlungswege stehen auf der Seite Verdienst.

Fälligkeit, Zahlungsziel und Verzug

Drei Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Fälligkeit ist der Zeitpunkt, ab dem du die Zahlung verlangen kannst. Ist nichts vereinbart, gilt eine Forderung nach dem Gesetz grundsätzlich sofort als fällig. Das Zahlungsziel schiebt diese Fälligkeit vertraglich nach hinten. Verzug tritt ein, wenn trotz Fälligkeit nicht gezahlt wird; dafür braucht es in der Regel eine Mahnung oder ein kalendermäßig bestimmtes Datum.

Zwischen Unternehmen kommt eine gesetzliche Auffangregel hinzu: Spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung gerät der Schuldner auch ohne Mahnung in Verzug. Ab Verzug können Verzugszinsen verlangt werden. Ihre Höhe ist an einen Basiszinssatz gekoppelt, der regelmäßig angepasst wird, und deshalb hier nicht beziffert.

Wie du ein Zahlungsziel klar formulierst

Schreibe das Ziel als Datum oder als eindeutige Frist auf die Rechnung, etwa zahlbar innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum, und füge die Bankverbindung bei. Ein konkretes Datum ist noch besser, weil es den Verzug ohne weitere Mahnung auslösen kann. Unklare Angaben wie „zeitnah“ oder „nach Eingang der Mittel“ nützen niemandem.

Notiere dir bei jeder Buchung, bis wann das Geld da sein muss, und prüfe den Kontoeingang danach aktiv. Bleibt eine Zahlung aus, ist eine kurze, sachliche Nachfrage der erste Schritt. Bei vermittelten Buchungen meldest du dich zuerst bei der Agentur.

Warnsignale in Zahlungsbedingungen

  • Zahlung erst nach Veröffentlichung oder nach dem Verkauf des Materials. Dann trägst du das Verwertungsrisiko der Produktion.
  • Sehr lange Fristen ohne nachvollziehbaren Grund, etwa mehrere Monate.
  • Barzahlung am Set als einzige Option, ohne Beleg.
  • Vorleistungen von dir, bevor überhaupt gezahlt wird, etwa Gebühren oder Kautionen.

Mehrere dieser Merkmale zusammen sind ein deutlicher Hinweis. Weitere Erkennungszeichen nennt der Beitrag Unseriöse Angebote erkennen.

Abgrenzung zu Plattformen

Plattformen arbeiten nicht mit Zahlungszielen, sondern mit festen Auszahlungsrhythmen und Mindestbeträgen. Das ist ein anderes Prinzip und unter Auszahlungsintervall erklärt. Für deine Liquiditätsplanung zählen beide: Wer Drehs und Plattformeinnahmen kombiniert, sollte wissen, wann welches Geld eingeht. Plane mit dem Datum des Zahlungseingangs, nicht mit dem Datum des Drehs. Wer Miete oder laufende Kosten aus Gagen bestreitet, braucht einen Puffer, der die Zeit zwischen Leistung und Zahlung überbrückt.

Dieser Eintrag ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

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