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Lexikon · Produktion und Set

Digitals

Ungeschminkte, unbearbeitete Fotos bei natürlichem Licht, mit denen Agenturen und Produktionen sehen, wie eine Person tatsächlich aussieht.

Digitals, in der Modelbranche auch Polas genannt, sind schlichte, unbearbeitete Fotos bei natürlichem Licht, die zeigen, wie eine Person ohne Styling, Filter und Retusche aussieht. Agenturen und Produktionen nutzen sie, um realistisch einzuschätzen, ob jemand zu einem Projekt passt.

Warum Digitals wichtiger sind als Hochglanzbilder

Professionelle Fotos zeigen, was mit Licht, Make-up und Bearbeitung möglich ist. Digitals zeigen, wer am Drehtag tatsächlich ans Set kommt. Für die Besetzung zählt genau das: Hauttyp, Haare, Statur, Tattoos und Ausstrahlung. Wer nur stark bearbeitete Bilder schickt, riskiert eine Enttäuschung beim Casting auf beiden Seiten.

Für die Bewerbung braucht es deshalb kein teures Shooting. Gute Digitals entstehen mit einem Smartphone.

Welche Aufnahmen dazugehören

  • Porträt von vorn, neutraler Gesichtsausdruck, Haare aus dem Gesicht
  • Porträt im Profil
  • Ganzkörper von vorn und von der Seite
  • optional ein Bild mit einem natürlichen Lächeln

Getragen wird schlichte, eng anliegende Kleidung in ruhigen Farben, etwa Jeans und Top. Wenig oder kein Make-up, kein Schmuck, keine Sonnenbrille. Als Hintergrund eignet sich eine helle, ruhige Wand, als Licht ein Fenster am Tag.

Was eine seriöse Agentur nicht verlangt

Für die erste Bewerbung sind keine Nacktbilder und keine intimen Aufnahmen nötig, auch nicht für Erotikproduktionen. Wer das schon vor dem ersten Gespräch fordert, ist ein Warnzeichen. Ob und welche weiteren Aufnahmen später sinnvoll sind, wird im Erstgespräch besprochen und hängt von deinen Grenzen ab.

Diskretion bei Digitals

Fotos verraten oft mehr als gedacht. Achte darauf, dass im Hintergrund keine Adresse, keine Post, kein Fenster mit erkennbarem Ausblick und keine Familienfotos zu sehen sind. Smartphone-Fotos enthalten zudem Metadaten wie Aufnahmeort und Gerät. Entferne sie vor dem Versenden oder schalte die Standortspeicherung in der Kamera aus.

Wer kein Gesicht zeigen möchte, sagt das in der Bewerbung. Für einige Formate ist das möglich, für die Einschätzung im Casting reichen dann Porträts, die nur intern bleiben.

Wie oft du sie erneuerst

Digitals veralten schnell. Eine neue Frisur, eine andere Haarfarbe, ein neues Tattoo oder eine deutliche Veränderung der Figur machen frische Aufnahmen nötig. Agenturen bitten deshalb regelmäßig um aktuelle Bilder, oft vor jeder größeren Buchung. Halte einen kleinen Satz aktueller Digitals bereit, den du schnell verschicken kannst. Für Paare gilt dasselbe, ergänzt um ein gemeinsames Ganzkörperbild, damit Produktionen das Zusammenspiel einschätzen können.

Kurz zusammengefasst

  • Aktuelle Bilder schicken, nicht älter als wenige Monate.
  • Keine Filter, keine Beauty-Apps, keine Bearbeitung.
  • Tattoos und Piercings zeigen statt verstecken.
  • Bilder nur über das Formular oder sichere Wege senden, nicht über fremde Messenger-Kontakte.

Weitere Tipps stehen im Beitrag Bewerbungsfotos, die funktionieren. Bewerben kannst du dich direkt über Bewerben.

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