Lexikon · Vertrag und Recht
Cookie-Einwilligung
Die Zustimmung, die Websites vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies einholen müssen und die du jederzeit genauso einfach ablehnen oder widerrufen kannst.
Die Cookie-Einwilligung ist die Zustimmung, die eine Website einholen muss, bevor sie Informationen auf deinem Gerät speichert oder ausliest, die für den Betrieb nicht unbedingt nötig sind, etwa für Statistik, Werbung oder Nachverfolgung. Grundlage ist in Deutschland das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz in Verbindung mit der DSGVO.
Notwendig oder optional
Ohne Einwilligung erlaubt sind Cookies und Speichereinträge, die für einen ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich sind: die Anmeldung im Kundenkonto, die gewählte Sprache, ein Warenkorb oder die gespeicherte Cookie-Entscheidung selbst. Alles andere braucht eine Zustimmung, auch Statistik-Cookies, die nur messen, über welchen Weg Besucher kommen.
Was ein ordentliches Banner ausmacht
- Gleichwertige Wahl: Ablehnen muss so einfach sein wie Annehmen, auf derselben Ebene und gleich gut sichtbar.
- Nichts vorausgewählt: Optionale Kategorien sind anfangs aus.
- Klare Zwecke: Jede Kategorie erklärt, wofür sie dient und welche Cookies dazugehören.
- Kein Setzen vorab: Optionale Cookies entstehen erst nach der Zustimmung.
- Widerruf: Ein dauerhaft erreichbarer Link öffnet die Auswahl erneut; beim Widerruf werden die optionalen Cookies gelöscht.
Auf dieser Website gibt es genau eine optionale Kategorie, die die Herkunft einer Bewerbung misst. Alle übrigen Einträge sind technisch notwendig. Die Auswahl lässt sich über den Link „Cookie-Einstellungen“ im Seitenfuß jederzeit ändern.
Warum das auch für Creator wichtig ist
Wer eine eigene Website betreibt, um Inhalte zu verkaufen oder Buchungen anzunehmen, ist selbst Anbieter und muss dieselben Regeln einhalten. Typische Fallstricke sind eingebundene Videos, Schriftarten oder Statistikdienste externer Anbieter, die schon beim Laden Daten übertragen. Ein Banner allein reicht nicht, wenn Dienste trotzdem vor der Zustimmung starten. Fehler können abgemahnt werden; zusätzlich gehört zu jeder Website eine Datenschutzerklärung und in der Regel ein Impressum, siehe Impressumspflicht.
Diskretion beim Surfen
Für Besucher von Erotikseiten ist die Cookie-Wahl auch eine Frage der Privatsphäre. Wer optionale Cookies ablehnt, hinterlässt weniger Spuren für Werbenetzwerke. Für vollständige Diskretion auf gemeinsam genutzten Geräten helfen zusätzlich ein privates Browserfenster und das Löschen des Verlaufs.
Wie lange eine Entscheidung gilt
Eine einmal getroffene Wahl wird selbst auf dem Gerät gespeichert und gilt meist einige Monate bis zu einem Jahr. Ändern sich Zwecke oder Kategorien, muss die Website erneut fragen. Wer Cookies im Browser löscht oder ein anderes Gerät nutzt, sieht das Banner ebenfalls wieder. Das ist kein Fehler, sondern die Folge davon, dass die Entscheidung auf dem Gerät liegt und nicht in einem Konto.
Bewusst entscheiden
- Lies die Kategorien, bevor du „Alle akzeptieren“ wählst.
- Nutze den Widerrufslink, wenn du deine Meinung änderst.
- Prüfe auf der eigenen Website, welche Dienste vor der Zustimmung laden.
Welche Cookies diese Website setzt, steht in der Datenschutzerklärung.
Offene Frage dazu?
Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.