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Lexikon · Vermarktung und Plattform

Pay-per-View

Ein Verkaufsmodell, bei dem einzelne Inhalte gegen einen festen Preis freigeschaltet werden, unabhängig davon, ob ein Abonnement besteht.

Ein Verkaufsmodell, bei dem einzelne Inhalte gegen einen festen Preis freigeschaltet werden, unabhängig von einem Abonnement. Auf Fanplattformen geschieht das meist über bezahlte Nachrichten oder gesperrte Beiträge, in Clip-Stores über den Kauf einzelner Videos. Bezahlt wird pro Inhalt, nicht pro Zeitraum.

Der Unterschied zum Abo im Alltag

Ein Abonnement belohnt Regelmäßigkeit, Pay-per-View belohnt den einzelnen Inhalt. Wer nach diesem Modell verkauft, muss jedes Mal neu überzeugen: mit einer klaren Beschreibung, einem passenden Vorschaubild und einem Preis, der zum Umfang passt. Die Einnahmen schwanken entsprechend stärker. Ein gut beschriebener längerer Clip kann sich über Monate verkaufen, ein schwach präsentierter verkauft sich trotz guter Qualität kaum.

In der Praxis kombinieren viele Creator beides. Das Abonnement deckt einen Grundbestand ab, aufwendigere oder längere Inhalte werden zusätzlich einzeln angeboten. Wichtig ist dabei Transparenz: Abonnenten sollten vorher wissen, was im Abo enthalten ist und was extra kostet. Wer das verschleiert, erzeugt Beschwerden und Kündigungen.

Preis, Anteil, Auszahlung

Den Preis legst du selbst fest, innerhalb der Grenzen der Plattform. Vom Verkaufspreis behält die Plattform ihren Anteil; die Auszahlungsquoten liegen je nach Anbieter zwischen 25 und 90 Prozent. Prüfe auch, ob Steuern im angezeigten Preis enthalten sind oder zusätzlich berechnet werden, denn das verändert, was du tatsächlich erhältst.

Anders als bei einer Buchung steht der Betrag nicht vorher fest. Eine Tagesgage zwischen 400 und 1.200 Euro im Video ist mit der Zusage gesichert und wird bei uns innerhalb von 14 Tagen überwiesen. Pay-per-View-Einnahmen hängen vom Kaufverhalten ab. Die Bandbreiten der Buchungen stehen unter Verdienst.

Abgrenzung zum Custom Video

Pay-per-View verkauft fertige Inhalte an beliebig viele Käufer. Ein Custom Video dagegen entsteht für eine einzelne Person nach deren Vorgaben. Beides wird oft über dieselbe Nachrichtenfunktion abgewickelt und deshalb verwechselt. Der Unterschied ist wirtschaftlich erheblich: Ein Custom Video wird vor der Produktion bezahlt und ist nur einmal verkäuflich, ein Pay-per-View-Inhalt wird einmal produziert und mehrfach verkauft.

Rechte und Weiterverbreitung

Was du per Pay-per-View verkaufst, muss vollständig dir gehören oder ausdrücklich freigegeben sein. Szenen aus Auftragsproduktionen darfst du nur anbieten, wenn der Vertrag das erlaubt; das gilt auch für kurze Ausschnitte. Sind weitere Personen zu sehen, brauchst du deren schriftliche Einwilligung für genau diese Verwertung.

Rechne außerdem damit, dass gekaufte Inhalte kopiert werden. Eine Freischaltung ist kein Kopierschutz. Wasserzeichen helfen bei der Zuordnung, verhindern die Weitergabe aber nicht. Wie du reagierst, wenn Material ungewollt auftaucht, beschreibt der Eintrag zum Leak.

Zahlungswege nicht umgehen

Verschicke keine bezahlten Inhalte, bevor die Zahlung über die Plattform eingegangen ist, und wickle nichts über externe Zahlungswege ab. Außerhalb der Plattform fehlt dir jeder Schutz bei Rückbuchungen und Streitfällen, und viele Anbieter sperren Profile, die Zahlungen umleiten. Ein Käufer, der auf einen anderen Weg drängt, liefert damit meist schon den Grund für eine Absage.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

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