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Lexikon · Vermarktung und Plattform

Kollaboration

Eine gemeinsame Produktion mehrerer Creator, die auf allen beteiligten Kanälen erscheint und alle Pflichten einer Produktion auf die Beteiligten verlagert.

Eine gemeinsame Produktion von zwei oder mehr Creatorn, die anschließend auf den Kanälen aller Beteiligten veröffentlicht wird. Kollaborationen dienen vor allem dem Austausch von Reichweite: Jede Seite stellt sich dem Publikum der anderen vor. Organisatorisch sind sie eine kleine Produktion ohne Produktionsfirma, bei der die Beteiligten alles untereinander regeln müssen.

Was sonst eine Produktionsfirma übernimmt

Bei einer Buchung kümmert sich die Produktion um Verträge, Ausweisprüfung, Tests und Rechte. Bei einer Kollaboration fällt diese Instanz weg. Die Pflichten bleiben trotzdem bestehen, nur liegen sie jetzt bei euch. Wer das als lockere Verabredung behandelt, steht später ohne Unterlagen da, wenn eine Plattform nachfragt oder eine Beteiligte die Veröffentlichung zurückziehen will.

Unterlagen, ohne die nicht gedreht wird

  • Altersnachweis. Jede beteiligte Person weist ihre Volljährigkeit mit Personalausweis oder Reisepass nach, und jede Seite dokumentiert den Altersnachweis aller anderen. Plattformen verlangen diese Unterlagen beim Upload.
  • Einwilligung und Freigabe. Jede Person unterschreibt eine Freigabe, die genau festlegt, auf welchen Kanälen das Material erscheinen darf. Ein Model Release pro Person, das alle geplanten Plattformen nennt, ist der übliche Weg.
  • Grenzen. Die Grenzenlisten aller Beteiligten werden vorher abgeglichen. Gedreht wird nur die Schnittmenge.
  • Tests. Wo Szenen mit Körperkontakt geplant sind, gehören aktuelle Testnachweise aller Beteiligten dazu. In unseren Produktionen gilt bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr außerdem ausnahmslos Kondompflicht; derselbe Standard ist auch für eigene Drehs sinnvoll.

Wer was veröffentlichen darf

Der häufigste Streitpunkt nach einer Kollaboration ist nicht der Dreh, sondern die Verwertung. Haltet schriftlich fest, wer welche Fassung wo veröffentlicht, ob Ausschnitte als Teaser genutzt werden dürfen, ob das Material hinter einer Paywall oder frei erscheint und ob eine Seite es später in einem Clip-Store verkaufen darf. Dazu gehört auch, was passiert, wenn eine Person ihre Tätigkeit beendet oder die Zusammenarbeit im Streit endet.

Werden Einnahmen geteilt, etwa aus einem gemeinsamen Clip, braucht es eine klare Aufteilung und einen festen Abrechnungsweg. Manche Plattformen bieten dafür eine Umsatzteilung zwischen Konten an, was spätere Diskussionen über Zahlen erspart.

Kollaboration und laufende Verträge

Prüfe vor jeder Kollaboration deine bestehenden Verträge. Ein Exklusivvertrag kann gemeinsame Drehs mit anderen Creatorn untersagen oder an eine Zustimmung binden. Material aus einer Auftragsproduktion darf in eine Kollaboration nur einfließen, wenn die Produktion es freigibt. Das gilt auch für kurze Ausschnitte, die nur als Vorschau auf dem gemeinsamen Kanal erscheinen sollen.

Sicherheit beim ersten Treffen

Triff unbekannte Partner zuerst an einem neutralen Ort, informiere eine Vertrauensperson über Ort und Zeit, und dreh nicht in einer fremden Wohnung, wenn du dich dort unsicher fühlst. Wer Druck macht, Unterlagen verweigert oder Grenzen am Drehtag nachverhandeln will, ist kein Partner. Was Paare und feste Teams vorher klären sollten, steht im Beitrag Als Paar vor der Kamera.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

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