Porno-Casting.net gibt es als App Android iPhone
Porno-Casting.net App

Lexikon · Sicherheit und Consent

Fake-Casting

Ein vorgetäuschtes Casting, hinter dem keine echte Produktion steht und das Geld, Aufnahmen oder sexuelle Handlungen erschleichen soll.

Ein Fake-Casting ist ein vorgetäuschtes Vorstellungsgespräch, hinter dem keine echte Produktion steht und das stattdessen dazu dient, Bewerbern Geld, intime Aufnahmen oder sexuelle Handlungen abzunehmen. Der Rahmen sieht nach Branche aus, das Ziel hat mit Besetzung nichts zu tun.

Täter nutzen dabei aus, dass Einsteiger nicht wissen, wie ein echtes Casting abläuft. Wer noch nie eines erlebt hat, hält vieles für normal, was in seriösen Produktionen ausgeschlossen ist.

Der Erstkontakt läuft oft über soziale Netzwerke, Kleinanzeigen oder Direktnachrichten, gelegentlich unter dem Namen einer existierenden Agentur oder Produktion. Prüfe deshalb, ob die Kontaktadresse wirklich zur angegebenen Firma gehört, und frag im Zweifel über die offizielle Webseite des Unternehmens nach, ob die Anfrage echt ist. Das gilt auch für Nachrichten, die sich auf unsere Agentur berufen.

So sieht ein echtes Casting bei uns aus

Das Gespräch findet in einem Studio oder einer gebuchten Location statt, nie in einer Privatwohnung. Anwesend sind mindestens drei Personen, eine eigene Begleitperson darfst du mitbringen. Beim Casting gibt es keine sexuellen Handlungen. Du zahlst nichts, weder vorher noch nachher, und auf deine Bewerbung bekommst du innerhalb von 48 Stunden eine Antwort, auch wenn es eine Absage ist. Wie die Schritte aufeinander folgen, steht unter Ablauf.

Die typischen Muster

  • Der Ort. Treffen in einer Wohnung, einem Hotelzimmer oder einem Auto, allein mit einer Person.
  • Die Probeszene. Verlangt wird eine „Probe“ mit sexuellen Handlungen, angeblich, um die Eignung zu prüfen. Kein seriöses Casting arbeitet so.
  • Das Geld. Gebühren für Kartei, Fotos oder Bearbeitung, oft als Vorkasse vor dem ersten Termin.
  • Die Aufnahmen. Es wird gefilmt, aber es gibt keinen Vertrag, keine Einwilligungserklärung und keinen Altersnachweis. Das Material landet später ohne Absprache im Netz.
  • Die Identität. Kein Impressum, keine Firmenanschrift, Kontakt nur über Messenger, Namen, die sich nicht überprüfen lassen.
  • Der Druck. Zusagen gelten nur heute, eine Begleitperson ist unerwünscht, Rückfragen werden als Misstrauen ausgelegt.

Weitere Prüfpunkte fasst der Beitrag Unseriöse Angebote erkennen zusammen.

Wenn es schon passiert ist

Scham ist die häufigste Reaktion und zugleich der größte Vorteil der Täter. Wer getäuscht wurde, hat nichts falsch gemacht, auch wenn er zunächst mitgemacht hat, weil er an ein echtes Casting geglaubt hat. Sichere Nachrichten, Anzeigen, Profilnamen, Adressen und Zahlungsbelege, bevor Konten gelöscht werden. Wurden Aufnahmen gemacht, gilt: Eine Veröffentlichung intimer Bilder ohne wirksame Einwilligung kann strafbar sein, und eine unter Täuschung erlangte Zustimmung trägt keine Verbreitung. Eine Anzeige bei der Polizei ist möglich, auch online. Beratungsstellen gegen sexualisierte und digitale Gewalt helfen beim Vorgehen und begleiten auf Wunsch.

Vorher prüfen statt nachher bereuen

Frag vor jedem Termin schriftlich nach Firma, Anschrift, Ort und anwesenden Personen. Nimm eine Vertrauensperson mit oder teile zumindest Adresse und Uhrzeit mit jemandem, der sich meldet, wenn du dich nicht zurückmeldest. Ein Anbieter, der diese Fragen nicht beantworten will, hat damit bereits geantwortet.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

Frage stellen Bewerbung starten

Kostenlos bewerben