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Lexikon · Produktion und Set

Castingtermin

Der Castingtermin ist das persönliche Treffen im Studio oder in einer gebuchten Location, bei dem Agentur oder Produktion dich kennenlernen.

Der Castingtermin ist das persönliche Treffen, bei dem eine Agentur oder Produktion dich nach der schriftlichen Bewerbung kennenlernt, deine Angaben prüft und mit dir bespricht, welche Produktionen für dich in Frage kommen. Er findet in einem Studio oder einer gebuchten Location statt, nie in einer Privatwohnung, und es sind mindestens drei Personen anwesend.

Was vor dem Termin schriftlich feststehen sollte

Bevor du zusagst, solltest du vier Dinge schwarz auf weiß haben: die vollständige Adresse, Datum und Uhrzeit, die Namen der Personen, die dich empfangen, und eine kurze Beschreibung dessen, was geplant ist. Ein Gespräch mit Fotos ist etwas anderes als ein Gespräch mit Probeaufnahmen. Du sollst vorher wissen, worauf du dich einstellst.

Welche Fragen im Gespräch typischerweise kommen, etwa zu Erfahrung, Verfügbarkeit und Anonymität, beschreibt der Beitrag Das erste Gespräch mit der Agentur. Es hilft, sich die eigenen Antworten vorher zu überlegen, vor allem zu der Frage, ob dein Gesicht später erkennbar sein darf.

Mitnehmen

  • Ausweis: Personalausweis oder Reisepass im Original. Ein Führerschein genügt nicht, der Altersnachweis ist ohne gültiges Ausweisdokument nicht möglich.
  • Deine Grenzen: eine erste Fassung deiner Ja-Nein-Vielleicht-Liste, auch wenn sie noch unvollständig ist.
  • Kalender: Zeiträume, in denen du drehen könntest, und Termine, die feststehen.
  • Begleitung: wenn du möchtest, eine Begleitperson. Das ist ausdrücklich erlaubt.

Geld brauchst du nicht. Für Bewerber entstehen keine Kosten, weder für den Termin noch für Fotos oder eine Aufnahme in die Kartei.

So läuft das Treffen ab

Am Anfang steht die Ausweiskontrolle. Danach folgt das Gespräch, in dem beide Seiten Fragen stellen dürfen und sollen. Häufig werden anschließend einige Fotos gemacht, die zeigen, wie du ungeschminkt und bei neutralem Licht aussiehst. Was Produktionen dabei sehen wollen, erklärt der Beitrag Bewerbungsfotos. Sexuelle Handlungen gehören nicht zu einem Castingtermin, auch nicht angedeutet und auch nicht als freiwilliges Angebot.

Wer zum ersten Mal kommt, ist oft nervös. Das ist den Menschen auf der anderen Seite des Tisches bekannt und wird nicht gegen dich gewertet. Wichtiger als ein souveräner Auftritt sind ehrliche Antworten: Wer im Gespräch die Grenzen benennt, die später gelten sollen, erspart sich am Drehtag schwierige Diskussionen.

Du kannst das Treffen jederzeit beenden. Das gilt auch dann, wenn alles korrekt läuft und du lediglich merkst, dass dir die Sache doch nicht liegt.

Absagen, verschieben, nachfassen

Kommt etwas dazwischen, sag so früh wie möglich ab, am besten schriftlich. Ein verschobener Termin ist kein Makel, ein unentschuldigtes Fehlen dagegen bleibt in Erinnerung. Umgekehrt gilt: Ändert die Gegenseite kurzfristig den Ort, etwa von einem Studio zu einer Wohnung, ist das ein Grund, nicht hinzugehen.

Nach dem Termin bekommst du innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung, auch bei einer Absage. Fällt sie positiv aus, folgt je nach Produktion ein Callback, ein Testshooting oder direkt eine Anfrage für einen Drehtermin.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

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