
Bei den meisten Anbietern erfährst du erst nach dem Absenden der Bewerbung, welche Fotos verlangt werden. Das ist unnötig. Hier findest du die Anforderungen im Voraus, damit du dich entscheiden kannst, bevor du deine Daten weitergibst. Bewerbungsfotos als Erotikmodel müssen weder von einem Fotografen stammen noch etwas kosten: Drei Handyaufnahmen bei Tageslicht reichen aus, und die erste Bewerbung ist ganz ohne Bild möglich. Was wir tatsächlich brauchen, wie du die drei Aufnahmen selbst machst, welche Fotos regelmäßig zu einer Absage führen und wo die Bilder danach liegen, steht hier.
Warum die erste Bewerbung ohne Foto möglich ist
Im ersten Schritt brauchen wir überhaupt nichts. Name, Geburtsdatum, Kontaktdaten, Ort – mehr nicht. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden, sprechen miteinander, und erst danach stellt sich die Frage nach Bildern.
Das ist beabsichtigt. Fotos sind der Punkt, an dem die meisten abbrechen – nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht wissen, wo die Bilder landen. Wer diese Frage vor dem Hochladen geklärt hat, entscheidet ruhiger.
Der zweite Grund ist ebenso praktisch: Im Gespräch stellt sich manchmal heraus, dass jemand etwas anderes sucht, als wir vermitteln. Dann hat auch niemand Aufnahmen an eine Adresse geschickt, die er im Nachhinein lieber nicht gekannt hätte. Was das Formular abfragt und wie es danach weitergeht, steht auf der Seite zur Bewerbung.
Welche drei Aufnahmen wir im zweiten Schritt brauchen
Drei mit dem Handy gemachte Bilder, ungeschminkt oder leicht geschminkt:
- Porträt von vorne. Tageslicht, neutraler Hintergrund, Haare aus dem Gesicht, kein Filter. Schau in die Kameralinse, nicht auf den Bildschirm.
- Angezogene Ganzkörperaufnahme. Eng anliegende Kleidung oder Unterwäsche, damit die Proportionen erkennbar sind. Die ganze Figur im Bild, die Kamera gerade halten, die Arme locker neben dem Körper.
- Seitliche Ganzkörperaufnahme. Gleiche Bedingungen, um 90 Grad gedreht.
Das ist alles. Keine Aktaufnahmen bei der Bewerbung. Wenn eine Produktion später mehr sehen muss, wird das angekündigt und begründet, und du entscheidest dann – mit dem Wissen, um welche Produktion es geht und wofür die Bilder verwendet werden.
Diese drei Aufnahmen sind kein Portfolio. Sie beantworten der Besetzung genau eine Frage: Wie siehst du aus, wenn niemand nachhilft? Posen, Drehorte und Wechselkleidung kommen später, wenn überhaupt.
Wer anonym arbeiten will, fragt an dieser Stelle regelmäßig nach dem Porträt. Wir brauchen es trotzdem, weil ohne Gesicht niemand besetzen kann; veröffentlicht wird es nicht. Ob dein Gesicht später im Film zu sehen ist, ist eine ganz andere Entscheidung – sie gehört in deine Ja-Nein-Vielleicht-Liste, nicht in die Bewerbungsfotos.
Wie du die Fotos in zwanzig Minuten selbst machst
Du brauchst ein Fenster, eine freie Wand und etwas, worauf du das Handy stellen kannst. Kein Ringlicht, kein Stativ, keine App.
Licht
Stell dich mit dem Gesicht zum Fenster, das Handy zwischen dir und dem Fenster. Bewölkter Himmel ist besser als direkte Sonne, weil harte Schatten das Gesicht verändern. Schalte die Deckenlampen aus: Mischlicht aus Glühbirne und Tageslicht lässt die Haut fleckig wirken.
Hintergrund und Abstand
Eine glatte Wand in Weiß, Grau oder Beige. Ungefähr einen Schritt Abstand zur Wand, damit dein Schatten nicht mitfotografiert wird. Für die Ganzkörperaufnahme braucht die Kamera etwa drei Meter Abstand – nutze die Hauptkamera auf der Rückseite statt der Selfie-Kamera und arbeite mit dem Selbstauslöser.
Kamerahöhe
Beim Porträt auf Augenhöhe, bei der Ganzkörperaufnahme auf Hüfthöhe. Von oben herab verzerrt die Proportionen, von unten ebenso. Diese Verzerrung ist einer der Gründe, warum manche Bewerber am Set nicht wiederzuerkennen sind.
Die häufigsten Ablehnungsgründe
In der Praxis scheitern Bewerbungsfotos fast nie am Aussehen. Sie scheitern an der Aufnahme.
- Zu dunkel. Abends bei Zimmerlicht aufgenommen. Nutze Tageslicht am Fenster, das löst 80 Prozent aller Probleme.
- Filter und Beauty-Modus. Der häufigste Fehler. Wenn das Bild nicht zeigt, wie du aussiehst, ist es für die Besetzung wertlos – und spätestens am Set fällt es auf, wo dann ein ganzer Drehtag falsch geplant wurde.
- Bildausschnitt. Ganzkörper bedeutet: Kopf und Füße müssen im Bild sein.
- Screenshots aus Instagram. Zu geringe Auflösung, komprimiert und meist bearbeitet.
- Gruppenfotos. Das kommt häufiger vor, als man denkt. Wer sonst noch auf dem Bild zu sehen ist, hat der Weitergabe nicht zugestimmt.
- Erkennbare Umgebung. Straßenschild, Hausnummer, Firmenlogo oder Vereinstrikot im Hintergrund. Denk daran, dass Bilder weitergegeben werden.
- Aufnahmen von vor fünf Jahren. Verständlich, aber unbrauchbar. Aktuell bedeutet: aus den letzten Monaten.
Keiner dieser Punkte ist ein endgültiges Nein. Wir fragen nach, wenn die Bilder nicht geeignet sind und alles andere passt. Zu einer Absage kommt es erst, wenn mehrfach nichts Brauchbares kommt – denn dann können wir dich keiner Produktion vorschlagen.
Was wir nicht verlangen
Kein professionelles Shooting, keine fertige Mappe, keinen Fotografen. Wer dir für eine Bewerbung ein kostenpflichtiges Shooting verkauft, verdient an dir statt an der Vermittlung – das ist eines der deutlichsten Merkmale unseriöser Angebote. Bei uns kosten Bewerbung, Gespräch, Casting, Vermittlung und Vertragsprüfung nichts.
Eine Sedcard entsteht später und aus Material, das bei bezahlten Produktionen ohnehin anfällt. Für den Einstieg brauchst du sie nicht.
Nicht mit den Bewerbungsfotos zu verwechseln ist der ID-Shot: eine Aufnahme mit deinem Ausweis, die am Drehtag der Dokumentationspflicht dient. Sie hat mit der Besetzung nichts zu tun und wird nicht veröffentlicht.
Wo die Bilder liegen
Auf unserem Server in Deutschland, zugänglich für zwei Personen. Weitergegeben werden sie nur an eine konkrete Produktion, für eine konkrete Anfrage und erst, nachdem du zugestimmt hast. Nicht an Verteiler, nicht an Datenbanken und nicht zur Ansicht an Dritte.
Auf Zuruf löschen wir alles. Eine formlose E-Mail genügt, innerhalb von sieben Tagen ist alles gelöscht. Ohne Nachfrage nach dem Warum.
Ein Teil liegt allerdings bei dir: Handyfotos enthalten Metadaten, teilweise mit GPS-Position und Gerätekennung. Schick die Bilder deshalb nicht als Original aus der Galerie, sondern über eine Funktion, die sie verkleinert, oder entferne vorher die Standortdaten. Was in Bezug auf Anonymität technisch möglich ist und was niemand garantieren kann, steht im Beitrag zum anonymen Arbeiten.
Was das Aussehen betrifft
Es gibt keinen bestimmten Typ, der gesucht wird. Produktionen besetzen unterschiedlich, und der Markt für Darstellerinnen jenseits des klassischen Schemas – reifer, kurviger, ungewöhnlicher – ist größer als der für das, was alle für die Norm halten.
Deshalb ist es der falsche Reflex, ein Merkmal aus den Bildern herauszuhalten, das du für einen Nachteil hältst: großflächige Tattoos, Narben, graue Haare, eine ungewöhnliche Statur oder eine Brille. Bei einer konkreten Anfrage ist genau das oft das Gesuchte, und anbieten können wir nur, was wir sehen. Was in diesen Anfragen tatsächlich steht, beschreibt der Beitrag dazu, was Produktionen bei der Besetzung suchen.
Wer sich fragt, ob er gut genug aussieht, stellt die falsche Frage. Die richtige Frage ist, ob die Arbeit zu einem passt.
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