Lexikon · Produktion und Set
Maske
Haare und Make-up am Drehtag: ein eigener Arbeitsschritt vor dem Dreh, der zwischen den Aufnahmen laufend nachgebessert wird.
Maske heißt in der Produktion beides: der Arbeitsschritt, in dem Haare und Make-up für die Kamera vorbereitet werden, und der Bereich, in dem das passiert. Kameramakeup unterscheidet sich deutlich von Alltagsschminke — es ist auf Licht, Auflösung und stundenlange Haltbarkeit ausgelegt, nicht auf den Blick aus zwei Metern Entfernung.
Zeitbedarf am Drehtag
Rechne mit 45 bis 90 Minuten für die erste Maske, je nach Aufwand von Frisur und Make-up. Bei einfachen Looks kann es schneller gehen, bei aufwendigen Frisuren länger. Diese Zeit steht im Call Sheet und liegt vor dem Drehbeginn, nicht darin.
Wichtig für deine Kalkulation: Maskenzeit ist Arbeitszeit und Teil des bezahlten Drehtags. Wer um sieben in der Maske sitzt und um neun das erste Mal vor der Kamera steht, hat trotzdem um sieben angefangen.
Was gestellt wird und was du mitbringst
Die Produktion stellt die Maskenbildnerin oder den Maskenbildner samt Ausstattung: Grundierung, Puder, Augen- und Lippenprodukte, Haarstyling, Fixierung. Die Kosten dafür trägt die Produktion, nicht du.
Sinnvoll im eigenen Gepäck sind dennoch: deine gewohnte Tagespflege, ein Lippenbalsam, Haarklammern und Haargummis, ein Deo ohne starken Duft, ein eigener Kamm sowie Reinigungsprodukte für den Abend. Wenn du ein bestimmtes Produkt verträgst und andere nicht, bring es mit — das ist der schnellste Weg, Diskussionen zu vermeiden.
Allergien und empfindliche Haut
Sag Unverträglichkeiten vor dem Drehtag an, nicht auf dem Maskenstuhl. Latex, bestimmte Klebstoffe für Wimpern, Duftstoffe, Nickel in Schmuck und einzelne Konservierungsmittel sind die häufigsten Auslöser. Eine gereizte Haut ist am Drehtag nicht nur unangenehm, sie ist auch im Bild sichtbar und kann den Tag kosten.
Bei empfindlicher Haut hilft es, am Vortag auf Peelings, Rasur unmittelbar vor dem Dreh und neue Pflegeprodukte zu verzichten. Wenn du weißt, dass du auf ein Produkt reagierst, nenne den Wirkstoff, nicht nur die Marke — Maskenbildner können damit mehr anfangen.
Warum zwischendurch ständig nachgebessert wird
Unter Scheinwerfern und bei körperlicher Anstrengung hält kein Make-up stundenlang. Glanz auf der Stirn, verrutschter Lidstrich, gelöste Strähnen: All das fällt in der Nahaufnahme sofort auf. Deshalb kommt zwischen den Durchgängen jemand mit Puder und Kamm.
Der zweite Grund ist der Anschluss. Da eine Szene aus mehreren, oft weit auseinanderliegenden Aufnahmen zusammengesetzt wird, muss dein Aussehen über den ganzen Block hinweg identisch bleiben — siehe Continuity. Ändere deshalb nichts eigenmächtig, auch nicht in der Pause. Wenn dich etwas stört, sag Bescheid, statt es selbst zu richten.
Bewerbungsfotos brauchen übrigens genau das Gegenteil: wenig Make-up und keinen Kamera-Look. Warum, steht im Beitrag Bewerbungsfotos, die funktionieren.
Offene Frage dazu?
Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.