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Lexikon · Produktion und Set

Set

Der Drehort als Arbeitsplatz mit geregeltem Zutritt: Wer während einer Aufnahme anwesend sein darf, ist eine Absprache und keine Frage der Höflichkeit.

Set heißt der Bereich, in dem tatsächlich aufgenommen wird, samt allen Menschen, die dort arbeiten. Der Ausdruck meint also nicht das Gebäude, sondern die Arbeitszone: Kameraachse, Lichtaufbau, Tonbereich und der Raum, den die Darsteller vor der Kamera einnehmen. Wer diese Zone betreten darf, ist geregelt.

Die Besetzung eines normalen Drehtags

Bei kleinen Produktionen sind vier bis sechs Personen im Raum, bei größeren zehn und mehr. Typisch sind Regie, Kamera, Licht, Ton, Maske und Produktionsleitung, dazu die Darsteller. Jede dieser Personen hat eine Aufgabe, die sie an diesem Ort erledigen muss.

Alle anderen gehören nicht dazu: Bekannte der Produktion, Fahrer, Praktikanten ohne Aufgabe, Interessenten, potenzielle Geldgeber. Ein Set ist kein Ort für Zuschauer. Das gilt unabhängig davon, wie beiläufig jemand vorgestellt wird.

Geschlossenes Set bei intimen Szenen

Ein geschlossenes Set bedeutet, dass während der Aufnahme nur die technisch zwingend nötigen Personen im Raum bleiben. Bei intimen Szenen ist das der professionelle Standard, nicht eine Sonderbehandlung. Praktisch heißt es: Monitore werden nach draußen verlegt, Türen geschlossen, das Team wartet außerhalb der Sichtachse.

Übrig bleiben in der Regel Regie und Kamera, je nach Aufbau eine Person für Licht oder Ton. Alles andere lässt sich von außen erledigen. Der Rest des Teams arbeitet währenddessen weiter, nur eben im Nebenraum — der Ablauf verlangsamt sich dadurch kaum, was das häufigste Gegenargument entkräftet.

Du forderst das mit einem Satz ein, und zwar vor dem Drehtag, nicht zwischen zwei Aufnahmen: „Die intimen Szenen drehen wir am geschlossenen Set.“ Eine seriöse Produktion bestätigt das ohne Diskussion und schreibt es ins Call Sheet. Wird darüber verhandelt, hast du eine wichtige Information über diese Produktion gewonnen.

Regeln, die für alle im Raum gelten

  • Keine privaten Aufnahmen. Handys bleiben weg, auch beim Team. Was gefilmt wird, filmt die Produktion.
  • Kein Betreten während einer laufenden Aufnahme. Türen bleiben zu, bis der Durchgang beendet ist.
  • Körperkontakt nur im Rahmen der Szene. Zwischen den Aufnahmen gelten die gleichen Umgangsformen wie an jedem anderen Arbeitsplatz.
  • Ein Rückzugsraum ist Pflicht. Du musst dich umziehen und ausruhen können, ohne beobachtet zu werden.

Was du am ersten Drehtag klärst

Frage direkt nach der Ankunft zwei Dinge: Wer ist heute im Raum, und wer ist die Ansprechperson außerhalb der Regie? Die zweite Frage ist die wichtigere, weil du eine Anlaufstelle brauchst, die nicht gleichzeitig den Ablauf verantwortet.

Eine mitgebrachte Vertrauensperson ist beim Casting ausdrücklich erlaubt; beim Dreh selbst hängt es von der Produktion ab und gehört vorab besprochen. Welche Schutzregeln bei uns gelten, steht auf der Seite Sicherheit. Der Ort selbst, seine Buchung und seine Eignung sind ein eigenes Thema: die Location.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

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