Porno-Casting.net

Lexikon · Vermarktung und Plattform

Custom Video

Eine Auftragsproduktion für einen einzelnen Kunden, die nach dessen Vorgaben entsteht und vor der Umsetzung schriftlich festgelegt wird.

Ein Video, das nach den Vorgaben eines einzelnen Bestellers entsteht — meist mit Wunsch zu Kleidung, Ablauf, Ansprache oder Länge. Verkauft wird nicht ein fertiger Inhalt aus dem Bestand, sondern eine Leistung, die es vorher nicht gab, und genau daraus ergeben sich die Besonderheiten.

Was vor der Zusage schriftlich feststeht

  • Inhalt. Was genau gewünscht ist, in der Formulierung des Bestellers und von dir bestätigt. Nicht sinngemäß, sondern wörtlich.
  • Länge. Eine Minutenzahl mit Toleranz, damit hinterher keine Nachforderung kommt.
  • Liefertermin. Ein konkretes Datum, das du auch bei Krankheit noch halten kannst.
  • Nutzungsrecht. Fast immer ausschließlich privat. Weiterverbreitung, Veröffentlichung und Weiterverkauf sind ausgeschlossen.
  • Preis und Zahlung. Gesamtbetrag, Zahlungsweg und Fälligkeit vor Produktionsbeginn.

Diese fünf Punkte gehören in eine Nachricht, die beide Seiten bestätigen. Eine mündliche oder halb ausgesprochene Absprache ist im Streitfall nichts wert — dasselbe Prinzip gilt hier wie bei jedem Modelvertrag.

Warum Vorkasse der Standard ist

Ein Custom Video ist nach der Produktion unverkäuflich. Der Inhalt ist auf eine Person zugeschnitten, oft mit namentlicher Ansprache, und lässt sich niemand anderem anbieten. Springt der Besteller nach der Fertigstellung ab, ist deine Arbeitszeit vollständig verloren.

Deshalb wird vor Produktionsbeginn bezahlt, in der Regel der volle Betrag. Bei größeren Aufträgen ist eine Anzahlung mit Restzahlung vor Auslieferung üblich. Wer Vorkasse grundsätzlich ablehnt, sagt damit, dass er das Risiko bei dir sehen will — das ist ein hinreichender Grund für eine Absage. Beachte außerdem das Auszahlungsintervall deiner Plattform: Bezahlt heißt nicht ausgezahlt.

Nutzungsrechte enger fassen als sonst

Halte ausdrücklich fest, dass die Nutzungsrechte auf den privaten Gebrauch beschränkt sind. Ohne diese Formulierung entsteht Streit darüber, ob eine Weitergabe zulässig war.

Absichern lässt sich das nur begrenzt. Sichtbare oder unsichtbare Wasserzeichen mit einer Auftragsnummer helfen, eine spätere Verbreitung zuzuordnen, verhindern sie aber nicht. Rechne damit, dass ein Video im Umlauf landen kann, und entscheide auf dieser Grundlage, was du produzierst — nicht auf Grundlage der Zusage des Bestellers.

Wo die Grenze verläuft

Deine No-List gilt hier genauso wie am Set, und sie gilt unabhängig vom gebotenen Betrag. Eine Anfrage außerhalb dieser Liste wird abgelehnt, nicht verhandelt — nach demselben Grundsatz, der auch für Buchungen gilt und auf der Seite zur Sicherheit beschrieben ist.

Bestimmte Anfragen werden ohne Diskussion beendet und nicht beantwortet: alles, was Minderjährigkeit andeutet oder inszeniert; alles, was reale Gewalt oder fehlende Einwilligung darstellt; jede Anfrage nach persönlichen Daten, Wohnort oder einem Treffen. Blockiere in diesen Fällen und melde den Vorgang der Plattform. Verhandeln oder erklären lohnt sich nicht.

Praktischer Umgang mit Sonderwünschen

Lege eine kurze Liste dessen an, was du grundsätzlich machst, und veröffentliche sie. Das reduziert unpassende Anfragen erheblich. Steuerlich sind diese Einnahmen normale Betriebseinnahmen; die Einordnung dazu steht im Beitrag zu Gewerbe und Steuern. Dieser Text ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Offene Frage dazu?

Begriffe erklären das Was, nicht immer das Wie im eigenen Fall. Wenn du wissen willst, was das konkret für dich bedeutet, frag uns — daraus muss keine Bewerbung werden. Viele Antworten stehen schon bei den häufigen Fragen.

Frage stellen Bewerbung starten

Kostenlos bewerben