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Verdienst

Konkrete Bandbreiten statt Andeutungen. Dazu, was die Gage beeinflusst, wie abgerechnet wird und was du steuerlich beachten musst.

Warum hier Zahlen stehen

Wir haben uns angesehen, was die bekannten deutschen Castingseiten zum Thema Geld schreiben. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Keine einzige nennt eine Gage. Stattdessen liest man dort, die Arbeit sei „nicht selten sehr gut bezahlt“, und ein paar Absätze weiter, dass „nur die wenigsten reich werden“.

Beides ist richtig. Nur trifft man damit keine Entscheidung. Wer überlegt, ob er sich bewirbt, will wissen, worüber wir reden — vorher, nicht nach dem Casting.

Deshalb stehen hier Bandbreiten aus laufenden Produktionen. Sie sind kein Versprechen: Was du bekommst, hängt von Rolle, Drehdauer, Inhalt und Produktion ab. Aber es ist die Größenordnung, über die wir sprechen.

Euro-Banknoten

Tagesgagen nach Produktionsart

Angaben je Drehtag, brutto, vor Steuern. Halbe Drehtage werden anteilig abgerechnet.

Fotoproduktion

250 – 600 €

Sets für Magazine, Portale und Kampagnen. Meist vier bis acht Stunden. Der ruhigste Einstieg, weil planbar und ohne Videoaufnahme.

Videoproduktion

400 – 1.200 €

Von der einzelnen Szene bis zur Spielfilmlänge. Die Spanne ergibt sich aus Drehdauer, Rolle und Inhalt. Nebenrollen liegen am unteren Rand, Hauptrollen mit Gesicht am oberen.

Eventbegleitung

200 – 500 €

Messen, Präsentationen, Fotocalls. Keine sexuellen Handlungen. Wird meist pro Tag oder Halbtag vereinbart.

Webcam und Livestream rechnen wir nicht über Tagesgagen ab, weil die Einnahmen direkt über die Plattform laufen. Üblich sind dort Auszahlungsquoten zwischen 25 und 90 Prozent des Umsatzes, je nach Anbieter. Wir sagen dir vorher, welche Plattform welche Quote zahlt, und nehmen davon nichts.

Was die Gage nach oben bewegt

  • Gesicht im Bild. Der größte einzelne Faktor. Produktionen ohne Gesichtsaufnahme werden spürbar niedriger vergütet, weil sie schlechter verwertbar sind.
  • Umfang der Nutzungsrechte. Zeitlich und räumlich unbegrenzte Rechte kosten mehr als eine befristete Verwertung im deutschsprachigen Raum.
  • Verlässlichkeit. Wer pünktlich ist, vorbereitet erscheint und Absprachen einhält, wird wieder gebucht. Die zweite Buchung ist fast immer besser bezahlt als die erste.
  • Nische statt Masse. Klar umrissene Vorlieben und Besonderheiten erhöhen die Nachfrage, weil sie schwerer zu besetzen sind.
  • Erfahrung vor der Kamera. Weniger Takes bedeuten kürzere Drehtage. Das merkt jede Produktion und rechnet es ein.
  • Eigene Reichweite. Wer einen eigenen Kanal mitbringt, verhandelt anders. Das ist kein Muss, aber ein Hebel.
Abrechnung am Rechner

Abrechnung und Steuern

Wie gezahlt wird. Überweisung auf dein Konto, innerhalb von 14 Tagen nach dem Dreh, mit einer Abrechnung, die Drehtag, Leistung und Betrag ausweist. Barzahlung bieten wir nicht an — nicht, weil sie verboten wäre, sondern weil du ohne Beleg im Streitfall nichts in der Hand hast.

Keine Provision. Wir behalten nichts von deiner Gage ein. Unsere Vergütung kommt von der Produktion. Damit ist auch klar, dass wir kein Interesse daran haben, deine Gage zu drücken.

Steuern sind deine Sache. Du arbeitest selbstständig. Das heißt: Einnahmen versteuern, in der Regel Gewerbe anmelden, ab bestimmten Grenzen Umsatzsteuer ausweisen. Wir führen keine Steuern für dich ab und dürfen dich steuerlich nicht beraten. Was wir tun: dir eine saubere Abrechnung geben, mit der ein Steuerberater arbeiten kann. Wenn du keinen hast, nenne uns das im Gespräch.

Konkrete Anfrage statt Bandbreite

Was für dich möglich ist, hängt davon ab, was du machen möchtest. Nach dem Gespräch bekommst du Anfragen mit einer konkreten Zahl — nicht mit einer Spanne.

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